Hartz IV Mieten überfordern das Jobcenter

Hartz IV Mieten überfordern das Jobcenter

4. Mai 2019

Die Berliner Arbeitsvorschrift (AV) Wohnen soll – wie von uns berichtet – höhere Richtwerte für den Mietzuschuss erhalten. Das ist auch dringend nötig. Denn der Mietwucher in Berlin sorgt inzwischen dafür, dass über 85.000 Hartz IV Empfänger einen Teil der Miete vom Regelsatz bezahlen müssen – im Schnitt 135 Euro jeden Monat. In Herne sind es im Schnitt – nach den Daten der Bundesregierung – 75 Euro.

 

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Wohnkostenlücke bei Hartz-IV-Beziehern im Jahr 2017 (ohne Heizung): NRW 134 Millionen Euro, Ruhrgebiet 35 Millionen Euro, Herne 1 Million Euro

BRD:

Differenz zwischen tatsächlichen und anerkannten Kosten der Unterkunft (ohne Heizung) im Jahr 2017: 562 Millionen Euro

NRW:

Differenz zwischen tatsächlichen und anerkannten Kosten der Unterkunft (ohne Heizung)im Jahr 2017: 134 Millionen Euro

Ruhrgebiet:

Differenz zwischen tatsächlichen und anerkannten Kosten der Unterkunft (ohne Heizung) im Jahr 2017: rund 35 Millionen Euro

Herne:

Wohnkostenlücke bei den Hartz-IV-Beziehern im Jahr 2018 in Herne 1,3 Millionen Euro

Wohnkostenlücke bei Alleinerziehenden mit einem und zwei Kindern im Jahr 2018 in Herne rund 200.000 Euro

Differenz zwischen tatsächlichen und anerkannten Kosten der Unterkunft in Herne von 2011 bis 2017 Zunahme um 63 Prozent, von Monatsdurchschnitt pro Bedarfsgemeinschaft von 46 auf 75 Euro

Bundestag:

Ausschuss für Arbeit und Soziales lehnt Reform der Kosten der Unterkunft ab – 600 Millionen Euro weniger Existenzminimum

Ablehnung des Antrags „Wohnkostenlücke schließen – Kosten der Unterkunft existenzsichernd gestalten“, Drucksache 19/6526, mit den Stimmen der Fraktionen der CDU/CSU, SPD, AfD und FDP gegen die Stimmen der Fraktionen DIE LINKE. und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN.

(Quelle: Thome Newsletter / Bundesregierung Drs. 19/3073)

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Über 1 Millionen Kinder und Jugendliche erhalten Unterstützungen als Hilfen zur Erziehung ! Kinder- und Jugendhilfereport 2018

Kinder- und Jugendhilfereport 2018 erschienen

Der Kinder- und Jugendhilfereport 2018 der Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik im Forschungsverbund DJI/TU Dortmund ist erschienen. Danach haben Bund, Länder und Kommunen die Ausgaben für die Kinder- und Jugendhilfe innerhalb der vergangenen 10 Jahre mehr als verdoppelt. Der Report fasst aktuelle Daten und Fakten zu den Aufgaben der Kinder- und Jugendhilfe zusammen.

Schwerpunkt des Reports sind schutz- und asylsuchende junge Menschen. In diesem Kapitel wird vor allem der Frage nachgegangen, welche Leistungen der Jugendhilfe sie in Anspruch nehmen und wie sich einzelne Handlungsfelder der Jugendhilfe dadurch verändern bzw. welche neue Anforderungen dadurch für die Fachkräfte entstehen.

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Große Studie über Lebensqualität in Deutschland: Vernichtendes Urteil für das Ruhrgebiet – Friedrich-Ebert-Stiftung: Ungleichheit abbauen – Demokratie stärken

Große Studie über Lebensqualität in Deutschland: Vernichtendes Urteil für das Ruhrgebiet

Daniel Sobolewski (DERWESTEN)
am 30.04.2019 um 17:26 Uhr

Vernichtendes Urteil einer Studie: Im Ruhrgebiet lebt es sich im deutschlandweiten Vergleich miserabel.

Deutschland geht es super – international werden wir um unsere niedrigen (und weiter sinkenden) Arbeitslosenzahlen, unser Wirtschaftswachstum und unseren Wohlstand beneidet.

Leider bekommen das längst nicht alle Regionen zu spüren. Das jedenfalls ist das Ergebnis einer Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung.

Ruhrgebiet laut FES-Studie mit miserabler Lebensqualität
Hinter dem holprigen Namen „Sozioökonomischer Disparitätenbericht 2019“ verbirgt sich eine Studie über die Lebensqualität in den einzelnen Regionen Deutschlands.

„Während einzelne Städte boomen, drohen ganze Regionen langfristig abgehängt zu werden“, fasst die FES zusammen. Eine der gemeinten Regionen: das Ruhrgebiet.

Es ist die dritte Studie innerhalb kurzer Zeit, die dem Ruhrgebiet ein mieses Zeugnis ausstellt.

 

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Niedriglohnsektor austrocknen – Für eine offensivere Lohnpolitik

Herne: über 4000 Vollzeit-Beschäftigte im Niedriglohn

Niedriglohnsektor austrocknen

Nachricht von Susanne Ferschl,

In jedem vierten Beschäftigungsverhältnis verdienten die Beschäftigen im Jahr 2017 einen Niedriglohn. Laut einer aktuellen Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaft (DIW) wurde in 9 Millionen Jobs ein Stundenlohn von weniger als 10,80 Euro bezahlt. Das entspricht einer Niedriglohnquote von 24,5 Prozent.

Laut DIW verdienten 7,9 Millionen Beschäftigte in ihrer Hauptbeschäftigung weniger als zwei Drittel des mittleren Bruttolohns (10,80 Euro). Hinzu kommen 1,1 Millionen Beschäftigte, die im Nebenjob einen Niedriglohn erhalten.

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6. Mai 2019: Öffentliche Anhörung im Sozialausschuss des Bundestages „Bekämpfung von Altersarmut bei Rentnern“ – Kein Antrag der SPD zur Einführung der Grundrente

44,9 Prozent Zahlbetrag unter 811 Euro – 62 Prozent unter 1.000 Euro

 

 

Wo ist hier der Antrag der SPD für eine Grundrente ohne Bedürftigkeitsprüfung, die in den vergangenen Tagen so heftig diskutiert wurde ?

Nur heiße Luft ? Schaulaufen für den Europa-Wahlkampf und die kommenden Landtagswahlen ?

Schriftliche Stellungnahmen der Sachverständigen:

https://www.bundestag.de/resource/blob/639748/6139a69d349ebb4c1d832c61525065b4/Materialzusammenstellung-Altersarmut-data.pdf

Antrag der Partei Die Linke:

http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/085/1908555.pdf

Antrag der Partei Bündnis90/Die Grünen:

http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/092/1909231.pdf

 

6,73 Millionen Menschen leben von Arbeitslosengeld oder Hartz-IV-Leistungen

6,73 Millionen Menschen leben von Arbeitslosengeld oder Hartz-IV-Leistungen

Rund 2,37 Millionen Arbeitslose gab es im Februar 2019. Doch mit über 6,73 Millionen lebten fast dreimal so viele Menschen in Deutschland von Arbeitslosengeld oder Hartz-IV-Leistungen, darunter knapp zwei Millionen Kinder und Jugendliche. Denn nur ein Teil derer, die staatliche Unterstützung benötigen, gilt auch als arbeitslos im Sinne der Statistik.

Im Februar (teilweise aktuellste verfügbare Werte durch Wartezeiten in der Statistik) gab es rund 2,37 Millionen Arbeitslose gemäß der Statistik der Bundesagentur für Arbeit (BA). Gleichzeitig lebten aber über 6,73 Millionen Menschen von Arbeitslosengeld und/oder Hartz-IV-Leistungen. Rund 901.000 Menschen bezogen Arbeitslosengeld und knapp 5,9 Millionen Menschen lebten in einem Hartz-IV-Haushalt, einer so genannten Bedarfsgemeinschaft, darunter rund 1,96 Millionen Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren (Januar 2018). 67.000 (gerundeter Wert aus Dezember, aktuelle Zahlen sind nur mit Wartezeit verfügbar) von ihnen waren Doppelbezieher von Arbeitslosengeld und Hartz-IV-Leistungen.

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Bundestag: Ausschuss für Arbeit und Soziales lehnt Reform der Kosten der Unterkunft ab – 600 Millionen Euro weniger Existenzminimum -nur Linke und Grüne für „Wohnkostenlücke“ schließen

Bundestag: Ausschuss für Arbeit und Soziales lehnt Reform der Kosten der Unterkunft ab – 600 Millionen Euro weniger Existenzminimum

 

Ablehnung des Antrags „Wohnkostenlücke schließen – Kosten der Unterkunft existenzsichernd gestalten“, Drucksache 19/6526, mit den Stimmen der Fraktionen der CDU/CSU, SPD, AfD und FDP gegen die Stimmen der Fraktionen DIE LINKE. und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN.

(Quelle: Thome Newsletter)

Die Kosten der Unterkunft stellen im SGB II / SGB XII ein massives Problem dar. Weit mehr als ½ Milliarde EUR werden jedes Jahr nicht von den Jobcentern/Sozialämtern nicht übernommen. In der Folge werden diese Gelder aus den Regelbedarfen der Leistungsbeziehenden finanziert. Die Nichtübernahme bedeutet ferner Verdrängung von armen Menschen in viel zu kleine Wohnungen, in die „Dreckslöcher“, feuchte, schimmlige Subwohnungen oder in die Obdachlosigkeit.

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Geldkapital sucht profitträchtige Anlagemöglichkeiten: Altenpflegeheime

Die Altenpflege als expandierende Spielwiese für Private-Equity-Investoren

Immer wieder wird über Pflegeheime als Objekte der Begierde von renditeorientierten Kapitalanlagegesellschaften berichtet. Nun muss man darauf hinweisen, dass es derzeit nach der Pflegestatistik 2017 des Statistischen Bundesamtes in Deutschland 14.480 Pflegeheime gibt, deren Träger sich auf zwei große Blöcke verteilen: 6.167 entfallen auf „private Träger“ und mit 7.631 befindet sich (noch) die Mehrheit der Heime in freigemeinnütziger Trägerschaft. „Öffentliche Träger“, also kommunale Pflegeheime, spielen mit 682 keine relevante Rolle. Und wir haben es immer noch mit einem überaus zersplitterten „Markt“ zu tun: »Etwa die Hälfte der insgesamt rund 875.000 Pflegeplätze in Pflegeheimen verteilt sich auf die 400 führenden Betreiberorganisationen«, so Sebastian Meißner in seinem Bericht Die 30 größten Pflegeheimbetreiber 2019. Dort findet man aber auch diesen Hinweis: »In den vergangenen drei Jahren erhöhte sich der Marktanteil der 30 größten Unternehmen um 2 Prozentpunkte von 19,5 Prozent auf nunmehr 21,5 Prozent.«

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Monheim macht Mut – Konsequente Prävention gegen Kinderarmut zahlt sich aus.

Monheim macht Mut – auch für Herne

Konsequente Prävention gegen Kinderarmut zahlt sich aus

„Gefühlt alle paar Monate gehen solche oder ähnliche besorgniserregende Meldungen durch die Presse. Doch interessiert es noch jemanden? Ja, uns!“, reagiert Jürgen Otto, Geschäftsführer des AWO Bezirksverbandes Niederrhein, auf die neuesten Studienergebnisse des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung. Demnach gibt es weiterhin ein drastisches Wohlstandsgefälle in Deutschland. Zugrunde lag hier das verfügbare Pro-Kopf-Einkommen, welches große Kluften zwischen armen und reichen Kommunen aufzeigt. So haben Ruhrgebietsstädte besonders mit dieser Lage zu kämpfen: In Duisburg liegt das Einkommen bei weniger als 18.000 Euro und in Essen ist es sogar gesunken.

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