Rentenversicherung veröffentlicht Zahlen zu den „Neurenten“ 2017: Bundesdurchschnitt Männer 1.048 Euro, Frauen 715 Euro ( vor Steuern)

Durchnittliche Rentenzahlbeträge in Herne 2016:
Männer    1.120 Euro (vor Steuern)
Frauen        576 Euro (vor Steuern)

(Quelle: Bundesregierung, Anfrage Fraktion Bündnis90-Die Grünen)

Wo und für wen die Neurenten am „höchsten“ sind (vor Steuern !!!)

12.10.2018 – Die Rentenversicherung hat für 2017 die Rentenneuzugänge getrennt nach Bundesländern, Rentenart und Geschlecht aufgeschlüsselt. Demnach erhalten Männer höhere Bezüge als Frauen. Männliche Neurentner bekommen in Baden-Württemberg am meisten und in West-Berlin am wenigsten. Die weiblichen Senioren liegen in Ost-Berlin an der Spitze und im Saarland ganz hinten, hier sind die regionalen Unterschiede besonders groß.

Die Deutsche Rentenversicherung Bund hat jetzt für 2017 die Rentenneuzugänge getrennt nach Bundesländern, Rentenart und Geschlecht aufgeschlüsselt. Dabei wurden die monatlichen Zahlbeträge nach Abzug der Kranken- und Pflegeversicherungs-Beiträge genannt.

Die Werte lagen 2017 deutlich über denen von 2016. Dies begründete ein Sprecher der Rentenversicherung mit den hohen Rentenanpassungen zum 1. Juli 2016 (West 4,29 Prozent, Ost 5,95 Prozent) und zum 1. Juli 2017 (West 1,9 Prozent, Ost 3,59 Prozent) (VersicherungsJournal 23.3.2017).

Über 700.000 Neurentner in 2017

Die knapp 360.000 männlichen Neurentner wegen Alters erhielten im Durchschnitt eine Rente von 1.048,42 Euro. In Baden-Württemberg wurden mit 1.146,40 Euro die bundesweit höchsten Renten gezahlt und in West-Berlin mit 902,47 Euro am wenigsten.

Bezüge der Neurentner nach Bundesländern (Bild: Wichert)

Zugleich bekamen knapp 400.000 Frauen ab 2017 eine Altersrente. Sie betrug im Bundesdurchschnitt monatlich 715,64 Euro. Die Neurentnerinnen bezogen in Ost-Berlin mit 1.036,87 die höchsten Zahlungen. Dagegen konnten Frauen im Saarland nur 585,10 Euro beanspruchen.

Neue Länder liegen bei der Rente vorne

Besonders groß sind die Rentenunterschiede für Frauen zwischen den neuen und alten Bundesländern.

Das dürfte darauf zurückzuführen sein, dass in DDR-Zeiten Frauen zumeist durchgängig voll berufstätig waren. Von Ost-Berlin abgesehen bekamen alle Neurentnerinnen wegen Alters in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen Renten von jeweils über 900 Euro im Monat.

In den alten Bundesländern erhielten Frauen die höchste Altersrente in West-Berlin mit 773,39 Euro. Mehr als 700 Euro Monatsrente bekamen Frauen auch in Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen, Hessen und Baden-Württemberg.

Bezüge der Neurentnerinnen nach Bundesländern (Bild: Wichert)
Erwerbsminderungsrenten in Baden-Württemberg am höchsten

Die gut 82.055 Männer, die im vergangenen Jahr erstmals eine Erwerbsminderungsrente bezogen, hatten in Baden-Württemberg mit 800,95 Euro die bundesweit höchsten Bezüge. Dagegen bekamen Männer in West-Berlin nur auf 526,85 Euro.

Erwerbsgeminderte Frauen in den neuen Bundesländern bezogen alle über 700 Euro. Am meisten bekamen dabei Brandenburgerinnen mit 793,40 Euro.

(Quelle: Versicherungsjournal 12.10.2018)

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