Herner Sozialforum

Ende 2018 gab es bundesweit 1.952.738 Kinder unter 18 Jahren in Hartz IV-Bedarfsgemeinschaften. Im Dezember 2013 waren es noch 1.886.472.

Internationaler Kindertag: Kinderarmut endlich den Kampf ansagen

Nachricht von Sabine Zimmermann,

Jedes siebte Kind lebt bundesweit in einer Hartz IV-Bedarfsgemeinschaft. In Bremen fast jedes dritte. Dies geht aus Daten der Bundesagentur für Arbeit hervor, die Sabine Zimmermann anlässlich des Internationalen Kindertages ausgewertet hat.

Ende 2018 gab es bundesweit 1.952.738 Kinder unter 18 Jahren in Hartz IV-Bedarfsgemeinschaften. Im Dezember 2013 waren es noch 1.886.472. In einer Alleinerziehenden-Bedarfsgemeinschaf lebten im Dezember 2018 886.823 Kinder unter 18 Jahren.

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Ökonomen vom DIW fordern Aufwertung der Renten für Langversicherte – ansonsten handzahme Forderung

Höheres Einkommen, längeres Leben – und viel mehr Rente

In den Industriestaaten erhöht sich seit mehr als 150 Jahren alle zehn Jahre die Lebenserwartung um etwa 2,5 Jahre.
  • Menschen mit geringeren Einkommen leben meist kürzer als Besserverdiener und können so von ihren eingezahlten Beiträgen weniger lang profitieren.
  • Dies zeigt eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, die an diesem Mittwoch veröffentlicht wird.
  • Der Untersuchung zufolge zeigt sich das Rentensystem „gegenüber Arbeitnehmern mit höheren Lebenslohneinkommen großzügiger.“

 

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Albtraum Miete: Aktionswoche der Schuldnerberatungen

Eine aktuelle Studie der Hans-Böckler-Stiftung weist für ausgewählte Großstädte in Deutschland die sogenannten Mietbelastungsquoten aus (Anteil der Miete am Netto-Haushaltseinkommen).
Für Herne liegen folgende Zahlen vor:

40,2% aller Haushalte in Herne müssen mehr als 30% ihres Netto-Haushaltseinkommens für die Miete aufbringen.

17 % aller Haushalte bringen mehr als 40% des Netto-Haushaltseinkommens für die Miete auf.

Die Mietbelastungsquoten der 77 untersuchten Großstädte durch die Hans-Böckler-Stiftung:

MietbelastungsquotenHBS

Statement von Ulrich Schneider zur Aktionswoche Schuldnerberatung

Im Folgenden dokumentieren wir das Statement von unserem Hauptgeschäftsführer Ulrich Schneider anlässlich der 20. bundesweiten Aktionswoche Schuldnerberatung mit dem Titel „Albtraum Miete.“

Seit Jahren kennen die Mieten in deutschen Städten nur eine Richtung: Nach oben. In den sogenannten Top 7-Städten Berlin, Hamburg, Düsseldorf, Frankfurt, Köln, München und Stuttgart sind die Angebotsmieten für leere Wohnungen seit 2004 um fast 70 Prozent gestiegen. Doch auch in den Randbezirken und ländlichen Regionen wird es langsam eng und Wohnen unbezahlbar. Der Paritätische Wohlfahrtsverband als Spitzenverband der Freien Wohlfahrtspflege betrachtet diese Entwicklung mit Sorge. Es kann nicht sein, dass Menschen sich für so etwas Essentielles wie eine Wohnung zunehmend verschulden müssen, um diese nicht zu verlieren und zwangsgeräumt zu werden.

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Arbeitslosigkeit und Gesundheit: Immer mehr Hartz-IV-Bezieher sind arbeitsunfähig – seit 2007 Verdopplung der Betroffenen

Arbeitslosigkeit und Gesundheit: Immer mehr Hartz-IV-Bezieher sind arbeitsunfähig

Arbeitslosigkeit macht krank, so das Ergebnis vieler Studien. Statistisch gesehen führt Krankheit allerdings zu einem Ende der Arbeitslosigkeit. Im Jahr 2018 wurden jeden Monat knapp 307.000 Erwerbsfähige im Hartz-IV-System aufgrund von Arbeitsunfähigkeit aus der Arbeitslosenstatistik gestrichen, fast doppelt so viele wie noch 2007.

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Mietschulden sind bei Überschuldeten im Osten verbreitetet: 20 Prozent aller überschuldeten Personen haben Mietschulden

Mietschulden sind bei Überschuldeten im Osten verbreitetet

Pressemitteilung Nr. 207 vom 3. Juni 2019 Statistisches Bundesamt

WIESBADEN – Im Jahr 2018 waren deutschlandweit zwei von zehn überschuldeten Personen, die bei einer Schuldnerberatungsstelle Hilfe suchten, von Mietschulden betroffen. Dies teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) auf Basis der Ergebnisse der Überschuldungsstatistik 2018 anlässlich der Aktionswoche Schuldnerberatung vom 3. bis 7. Juni 2019 mit. Zwischen dem früheren Bundesgebiet und den neuen Ländern (einschließlich Berlin) gibt es deutliche Unterschiede: In den neuen Ländern ließ sich fast jeder Dritte (31 %) aufgrund von Mietschulden in einer Schuldnerberatungsstelle beraten, wohingegen dies im früheren Bundesgebiet mit 18 % für nur knapp jede fünfte überschuldete Person zutraf.

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Eine Formel gegen Kinderarmut – Interview mit Heinz Hilgers: Es kommt jetzt darauf an, dass die Parteien vor der nächsten Bundestagswahl klare Bekenntnisse zur Kindergrundsicherung in ihre Programme schreiben. Die Niederlande, Belgien, Frankreich – fast alle haben sozial gestaffelte Systeme.

Kindertag 1. Juni 2019
Eine Formel gegen Kinderarmut

01.06.2019 (Quelle: Volksstimme.de)

Nicht selten sind Kinder aus sozial schwachen Haushalten auch auf Essen von gemeinnützigen Tafeln angewiesen. Foto: dpa

Nicht selten sind Kinder aus sozial schwachen Haushalten auch auf Essen von gemeinnützigen Tafeln angewiesen. Foto: dpa

Im Interview erklärt der Kinderschutzbund-Präsident Heinz Hilgers, warum es eine Kindergrundsicherung braucht.

Von

In Magdeburg findet am 18. Juni 2019 eine hochkarätig besetzte Fachtagung des Netzwerks gegen Kinderarmut statt. Volksstimme-Redakteur Alexander Walter sprach zum Kindertag am 1. Juni 2019 mit Kinderschutzbund-Präsident Heinz Hilgers über Kinderarmut in Deutschland und den Lösungsvorschlag einer Kindergrundsicherung:

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Bundesagentur für Arbeit: Fast zwei Millionen Kinder sind auf Hartz IV angewiesen

Bundesagentur für Arbeit: Fast zwei Millionen Kinder sind auf Hartz IV angewiesen

Die Kinderarmut ist leicht gesunken. Dennoch erhalten 1,95 Millionen Kinder in Deutschland Hartz IV, zeigen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit.
Bundesagentur für Arbeit: Im Vergleich zu 2017 ging die Zahl der Kinder, die von Hartz IV leben, um 3,7 Prozent zurück - dennoch liegt sie immer noch bei fast zwei Millionen.
Im Vergleich zu 2017 ging die Zahl der Kinder, die von Hartz IV leben, um 3,7 Prozent zurück – dennoch liegt sie immer noch bei fast zwei Millionen. © Tobias Schwarz/AFP/Getty Images

In Deutschland leben immer noch fast zwei Millionen Kinder in Hartz-IV-Bedarfsgemeinschaften. Das berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland unter Berufung auf Zahlen der Bundesagentur für Arbeit anlässlich des internationalen Kindertags. Demnach liegt die Zahl der von Hartz-IV-Leistungen lebenden unter 18-jährigen Kindern bei etwa 1,95 Millionen. Das entspricht einem Rückgang von 3,7 Prozent im Vergleich zu Ende 2017. Damals gab es noch 2,037 Millionen Kinder und Jugendliche, die auf die Grundsicherung angewiesen waren – das sind fast 15 Prozent aller Minderjährigen in der Bundesrepublik.

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Kinder im Alter von unter 18 in SGB-II-Bedarfsgemeinschaften – differenziert nach Leistungsberechtigten (NEF, ELB, SLB) und nicht Leistungsberechtigten (KOL und AUS) – 2018

(BIAJ) Im Dezember 2018 galten laut Statistik der Bundesagentur für Arbeit 127.623 (6,5 Prozent) der 1,953 Millionen minderjährigen, unverheirateten Kinder in sogenannten SGB-II-Bedarfsgemeinschaften (Hartz IV) als nicht Leistungsberechtigte (NLB). (Dezember 2017: 114.496 bzw. 5,6 Prozent) Der Anteil der gemäß SGB II (Hartz IV) nicht leistungsberechtigten minderjährigen, unverheirateten Kinder in SGB-II-Bedarfsgemeinschaften reichte in den Ländern im Dezember 2018 von 2,6 Prozent in Berlin bis 12,3 Prozent in Mecklenburg-Vorpommern.
Zu den Kindern im Alter von unter 18 Jahren (unverheiratet) in SGB-II-Bedarfsgemeinschaften (Dezember 2017 und 2018), differenziert nach Leistungsberechtigten (NEF, ELB, SLB) und nicht Leistungsberechtigten (KOL und AUS) siehe die unkommentierte BIAJ-Tabelle vom 1. Juni 2019 unten bzw. im PDF-Download (BIAJ_20190601).

biaj 20190601


6,66 Millionen Menschen leben von Arbeitslosengeld oder Hartz-IV-Leistungen

6,66 Millionen Menschen leben von Arbeitslosengeld oder Hartz-IV-Leistungen

Über 2,3 Millionen Arbeitslose gab es im März 2019. Doch mit über 6,66 Millionen lebten fast dreimal so viele Menschen in Deutschland von Arbeitslosengeld oder Hartz-IV-Leistungen, darunter knapp zwei Millionen Kinder und Jugendliche. Denn nur ein Teil derer, die staatliche Unterstützung benötigen, gilt auch als arbeitslos im Sinne der Statistik.

 

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