„Wir sollten einen Führer haben…“- 21 Prozent Zustimmung

Autoritäre Dynamiken: Alte Ressentiments – neue Radikalität

Leipziger Autoritarismus Studie 2020

Auf Grundlage der Ergebnisse einer 2020 durchgeführten repräsentativen Bevölkerungsumfrage zeigen die Autorinnen und Autoren, wie stark sich die Gesellschaft polarisiert und wie sehr sich die extreme Rechte inzwischen radikalisiert hat. Dass ihr dabei dennoch mittels Antisemitismus, Verschwörungsmythen und Antifeminismus der Anschluss an die gesellschaftliche Mitte gelingt, verdeutlicht, wie groß die Herausforderungen sind, vor denen wir alle stehen.

Seit 2002 berichtet die Studiengruppe um Oliver Decker und Elmar Brähler über die rechtsextreme Einstellung in Deutschland. In den Leipziger Autoritarismus Studien, einem der wichtigsten Barometer zur politischen Kultur, untersuchen die Forscherinnen und Forscher die Verbreitung antidemokratischen Ressentiments in der Mitte der Gesellschaft und thematisieren die damit verbundenen Gefahren für die Demokratie.

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»Was es jetzt braucht, ist den politischen Mut, sich von dem verkorksten Bildungs- und Teilhabepaket endlich zu verabschieden.« (Ulrich Schneider)

Wirkungslos gegen Armut

Das Bildungs- und Teilhabepaket erreicht nur jedes siebte benachteiligte Kind

  • Von Lisa Ecke

Das Bildungs- und Teilhabepaket gibt es seit knapp zehn Jahren als Reaktion auf ein scharfes Urteil vom Bundesverfassungsgericht. Dieses stellte im Februar 2010 in einem Urteil fest, dass es einen »völligen Ermittlungsausfall in Hinblick auf den kinderspezifischen Bedarf« in den Grundsicherungsregelbedarfen gibt. Eine am Mittwoch veröffentlichte Studie vom Paritätischen Gesamtverband kommt nun zu dem Ergebnis, dass das Hilfspaket nicht geeignet ist, um Kinderarmut zu bekämpfen.

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Wachstumsgeschichten von Senioren und der Stadt Herne: Überschuldung 2020

Verschuldung: Herne auf einem Spitzenplatz mit dem größten Zuwachs

Wachstumsgeschichten: Die Zahl der überschuldeten Senioren steigt und steigt

Bei einer differenzierten Auswertung der Entwicklungen im Bereich der Überschuldung wird dieser besorgniserregende Trend diagnostiziert: „Überschuldung der Zukunft: alt und weiblich“. Das hat die Wirtschaftsauskunftei Creditreform in ihrem SchuldnerAtlas kurz und schmerzhaft niedergeschrieben. Also in ihrem SchuldnerAtlas 2018, denn das Zitat stammt aus diesem Beitrag vom 15. November 2018: Zu viele Schulden. Nein, nicht in Griechenland oder Italien, sondern mitten unter uns. Zum SchuldnerAtlas 2018 und den Ausstrahlungen der Altersarmut. Und auch im darauffolgenden Jahr findet man hier einen entsprechenden Beitrag, der am 21. November 2019 veröffentlicht wurde: Überschuldung: Etwas Licht von oben betrachtet, zugleich ganz viel Schatten bei den Älteren. Auch hier zeigen sich die Auswirkungen von Altersarmut: »Die Altersüberschuldung nimmt weiter deutlich zu und die Beobachter sprechen von einer „besorgniserregenden Entwicklung“. Vor allem in der Altersgruppe ab 70 Jahren: Gut 380.000 Personen aus diesem Kreis gelten mittlerweile als überschuldet, das sind 44,5 Prozent beziehungsweise 118.000 Verbraucher mehr als noch im Vorjahr, wo das Plus ebenfalls schon bei 69.000 Fällen lag.«

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Teilhabequote Förderprogramm Bildungs- und Teilhabepaket: Hamm 94 % – Herne 11 %

Armut von Kindern und Jugendlichen

Bildungs- und Teilhabepaket: Paritätische Expertise zeigt, dass Teilhabeleistungen nur jedes siebte benachteiligte Kind erreichen

Pressemeldung vom 12.11.2020

Die Leistungen für benachteiligte Kinder und Jugendliche seien in der bestehenden Form nicht geeignet, Kinderarmut zu bekämpfen, Teilhabe zu ermöglichen und Bildungsgerechtigkeit sicherzustellen, kritisiert der Paritätische Wohlfahrtsverband. Wie eine aktuelle Expertise der Paritätischen Forschungsstelle belegt, haben sich die mit dem so genannten „Starke-Familien-Gesetz“ 2019 in Kraft getretenen Reformen des Bildungs- und Teilhabepaketes nach den vorliegenden Statistiken nicht positiv auf die Inanspruchnahme der Teilhabeleistungen durch benachteiligte Schüler*innen ausgewirkt, vielmehr sei sogar ein leichter Rückgang der Quoten zu verzeichnen. Der Paritätische bekräftigt seine Forderung nach der Einführung eines Rechtsanspruchs auf Angebote der Jugendarbeit im Kinder- und Jugendhilfegesetz und die Einführung einer bedarfsgerechten, einkommensabhängigen Kindergrundsicherung.

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DGB-Studie: Niedriglohnrisiko in Herne höher als im NRW Durchschnitt

DGB-Studie: Niedriglohnrisiko in Herne höher als im NRW Durchschnitt

 

Der DGB veröffentlicht mit dem Niedriglohnreport eine umfassende Bestandsaufnahme zum Niedriglohnsektor.

Dazu erklärt Eric Lobach, Vorsitzender des DGB Herne:

„Unser Niedriglohnreport macht deutlich: Die Lage vieler Beschäftigter ist dramatisch – und es besteht dringender Handlungsbedarf.

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Wer die Berichterstattung zur Vermögenssteuer dominiert

Ökonomenszene

Wer die Berichterstattung zur Vermögenssteuer dominiert

Während die Entwicklungen der Vermögensungleichheit inzwischen relativ gut erforscht sind, blieb die Rolle der Massenmedien in der Debatte bisher weitgehend unbeachtet. Eine neue Studie hat nun die Berichterstattung zur Vermögens- und Erbschaftsbesteuerung in den letzten zwei Jahrzehnte analysiert. Ein Beitrag von Hendrik Theine.

Die Entwicklung der Vermögensungleichheit ist während der letzten Jahre international wie auch in Deutschland verstärkt in den wissenschaftlichen Fokus gerückt. So zeigt eine steigende Zahl empirischer Untersuchungen, dass seit den 1980er Jahren die Vermögensungleichheit in vielen Ländern zugenommen hat.

Neben der empirischen Analyse der Vermögensverteilung ist in den letzten Jahren ein Anstieg der Forschungstätigkeit zu den Auswirkungen der steigenden Vermögensungleichheit auf Gesellschaft und Ökonomie zu verzeichnen. So verdichten sich die Befunde, dass eine hohe Konzentration von Privatvermögen in engem Zusammenhang mit ökonomischer und politischer Macht steht, also mit der Möglichkeit, auf ökonomische und politische Prozesse einzuwirken. Damit kommt der Verteilung von Vermögen auch eine zentrale Rolle für die Funktionsfähigkeit demokratischer Institutionen zu.

Während diese Entwicklungen mittlerweile relativ gut erforscht sind, blieb die Rolle der Massenmedien in der Vermittlung und Mediation der Vermögensungleichheit und ihrer zugrundeliegenden Politikmaßnahmen bisher weitgehend unbeachtet. Angesichts der Bedeutung des Themas und der zentralen Rolle der Medien für öffentliche Wahrnehmung und Meinungen mutet dies durchaus paradox an. Wie häufig berichten deutsche Medien über die zentralen Versuche, Vermögensungleichheit zu verringern? Geben sie zustimmenden und ablehnenden Positionen gleichermaßen Raum? Diese und ähnliche Fragen konnten bisher nicht seriös beantwortet werden.

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Im April 2018 erhielten ca. 1,2 Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Nordrhein-Westfalen einen Bruttostundenlohn von weniger als zehn Euro.

NRW: 14,6 Prozent aller Beschäftigten erhalten einen Bruttostundenlohn von weniger als zehn Euro

Im April 2018 erhielten ca. 1,2 Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer
in Nordrhein-Westfalen einen Bruttostundenlohn von weniger als zehn Euro.

Thematisch zugehörige Infografiken und/oder -tabellen finden Sie – sofern vorhanden – in der Onlineversion der Pressemitteilung unter https://www.it.nrw/nrw-146-prozent-aller-beschaeftigten-erhalten-einen-bruttostundenlohn-von-weniger-als-zehn-euro-0.

Düsseldorf (IT.NRW). Im April 2018 erhielten ca. 1,2 Millionen
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Nordrhein-Westfalen einen
Bruttostundenlohn von weniger als zehn Euro. Wie Information und Technik
Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, sind dies
14,6 Prozent aller Beschäftigungsverhältnisse. Im Jahr 2014, also vor
Einführung des allgemeinen gesetzlichen Mindestlohns, hatte die Zahl mit
fast 1,9 Millionen Beschäftigungsverhältnissen um etwa 55 Prozent höher
gelegen.

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Das Vermögen der zehn reichsten der Reichen nahm in vier Jahren fast um eine halbe Billion zu.

Trump als Präsident: Goldesel für die superreichen US-Oligarchen

Die Corona-Krise hat das Vermögen von vielen Superreichen weiter in obszöne Höhen anwachsen lassen, während die explodierende Staatsverschuldung alle abgehängten Amerikaner belastet

US-Präsident Donald Trump hat sich als Außenseiter und Mann des Volkes gegeben, aber als möglicher, wenn auch wahrscheinlich hoch verschuldeter Milliardär hat er die Staatsverschuldung, für die alle Amerikaner einstehen müssen, auf einen Rekordwert von 27 Billionen US-Dollar erhöht. Das sind fast 140 Prozent des BIP. Deutschlands Staatsverschuldung ist zum Vergleich im zweiten Quartal 2020 um über 10 Prozent auf 2.278.477 angewachsen. Im Haushaltsjahr 2020 ist das US-Haushaltsdefizit um 3,1 Billionen angewachsen [1], 2,2 Billionen davon stammen aus dem Wirtschaftshilfepaket wegen der Coronaviruspandemie im März 2020.

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