Herner Sozialforum

53 % der Herner Kinder fühlen sich „unwohl“ – Studie hat enormen Handlungsbedarf gezeigt – Welche Maßnahmen sind seit 2017 in Herne zur Verbesserung der Situation von Kindern durchgeführt worden ?

Vor zwei Jahren wurde in Herne eine Studie zum Thema des körperlichen, emotionalen, mentalen und sozialen Wohlbefindens von Kindern und Jugendlichen durchgeführt.

Wir fragen die Herner Politik:

Was ist in den vergangenen zwei Jahren – ausgehend von der UWE-Studie – in Herne verwirklicht worden ?

Welche Maßnahmen wurden konkret durchgeführt, um das Wohlbefinden von Herner Kindern und Jugendlichen zu verbessern ?

Welche Rolle haben dabei die unten zitierten Handlungsempfehlungen der Sozialforscher gespielt ?

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September 2019: Eckdaten zur „Grundsicherung“ in Herne

Arbeitsmarktreport
Eckdaten zur Grundsicherung für Arbeitsuchende
Herne, Stadt
Mai 2019 – Daten nach einer Wartezeit von 3 Monaten
Merkmale Mai 2019 Veränderung gegenüber
Vorjahresmonat
absolut in %
1 2 3
Bedarfsgemeinschaften (BG) 11.567 -350 -2,9
davon      
mit 1 Person 6.116 -178 -2,8
mit 2 Personen 2.133 -91 -4,1
mit 3 Personen 1.357 -38 -2,7
mit 4 Personen 1.008 -41 -3,9
mit 5 und mehr Personen 953 -2 -0,2
darunter      
Single-BG 6.116 -177 -2,8
Alleinerziehende-BG 1.768 -69 -3,8
Partner-BG ohne Kinder 1.184 -31 -2,6
Partner-BG mit Kindern 2.236 -68 -3,0
nicht zuordenbare BG 263 -5 -1,9
darunter      
BG mit Kindern unter 18 Jahren 4.006 -136 -3,3
davon: mit 1 Kind 1.786 -71 -3,8
mit 2 Kindern 1.223 -95 -7,2
mit 3 und mehr Kindern 997 30 3,1
       
Personen in Bedarfsgemeinschaften (PERS) 23.921 -595 -2,4
darunter      
Männer 12.327 -434 -3,4
Frauen 11.594 -161 -1,4
Leistungsberechtigte (LB) 23.119 -592 -2,5
Regelleistungsberechtigte (RLB) 23.005 -593 -2,5
Erwerbsfähige Leistungsberechtigte (ELB) 16.520 -473 -2,8
darunter      
Männer 8.435 -349 -4,0
Frauen 8.085 -124 -1,5
davon      
unter 25 Jahre 3.431 -192 -5,3
25 bis unter 55 Jahre 10.455 -377 -3,5
55 Jahre und älter 2.634 96 3,8
darunter      
Deutsche 9.532 -457 -4,6
Ausländer 6.961 -19 -0,3
darunter      
Alleinerziehende 1.751 -67 -3,7
Nicht erwerbsfähige Leistungsberechtigte (NEF) 6.485 -120 -1,8
darunter      
unter 3 Jahre 1.403 -9 -0,6
3 bis unter 6 Jahre 1.303 8 0,6
6 bis unter 15 Jahre 3.562 -115 -3,1
über 15 Jahre 217 -4 -1,8
Sonstige Leistungsberechtigte (SLB) 114 1 0,9
Nicht Leistungsberechtigte (NLB) 802 -3 -0,4
vom Leistungsanspruch ausgeschlossene Personen (AUS) 475 -39 -7,6
Kinder ohne Leistungsanspruch (KOL) 327 36 12,4
Hinweis: Vereinzelt fehlende Werte wegen unplausibler bzw. unvollständiger Datenlage möglich.     © Statistik der Bundesagentur für Arbeit

Deutschland im internationalen Vergleich: Schlechte Ausbildung, niedrige Löhne – Deutschland 50 % der Geringqualifizierten im Mindestlohn, Schweden 5 %

Deutschland im internationalen Vergleich: Schlechte Ausbildung, niedrige Löhne

Wer schlecht ausgebildet ist, hat es in Deutschland schwer: Zwar finden Geringqualifizierte immer häufiger einen Job – allerdings oft nur zu Niedriglöhnen. Andere Länder zeigen, dass es besser geht.

Angestellte in der Gebäudereinigung

Sven Simon / imago images

Angestellte in der Gebäudereinigung

Spiegel online

Es gibt Wahrheiten, die sind so schlicht wie zutreffend. Etwa diese: Je schlechter ein Mensch ausgebildet ist, desto geringer sind seine Aussichten, einen guten Job mit ordentlichem Lohn zu bekommen. Und so wundert es auf den ersten Blick nicht, dass in Deutschland rund die Hälfte aller Geringqualifizierten im Niedriglohnsektor arbeiten.

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„Eine langfristige Annäherung ist nur bei der Höhe der Arbeitslosigkeit zu erkennen, nicht aber bei Einkommen und Beschäftigung.“ (IAB)

4. September 2019 |

Wächst die Kluft zwischen den Regionen?

Die Unterschiede zwischen den regionalen Arbeitsmärkten sind nach wie vor erheblich – zwischen Stadt und Land ebenso wie zwischen Ost und West oder Nord und Süd. Eine langfristige Annäherung ist nur bei der Höhe der Arbeitslosigkeit zu erkennen, nicht aber bei Einkommen und Beschäftigung.

Wie sich an wichtigen Indikatoren ablesen lässt, driftet die Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland zunehmend auseinander. Die Einkommensunterschiede zwischen den Haushalten haben sich seit Mitte der 1990er Jahre deutlich vergrößert, wie sich zum Beispiel einer 2018 erschienenen Studie von Christian Dustmann, Bernd Fitzenberger und Christian Zimmermann entnehmen lässt.

Wachsen die Unterschiede zwischen Regionen ebenso wie jene zwischen Haushalten?

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Zukunftssorgen bei befristet Beschäftigten deutlich stärker verbreitet sind als bei unbefristeten. – Rasanter Anstieg bei Befristungen ohne Sachgrund

03.09.2019 DGB
Arbeitsmarkt: Zahl des Monats

Jede zweite Neueinstellung ist befristet

Rasanter Anstieg bei Befristungen ohne Sachgrund

Über 3 Millionen Menschen in Deutschland hatten 2018 einen befristeten Arbeitsvertrag. Das sind doppelt so viele wie 1996. Besonders betroffen sind Frauen und junge Menschen sowie Beschäftigte in Teilzeit oder ohne deutschen Pass. Ein Ende des Trends ist nicht in Sicht.

Zwei Miniaturfiguren im Anzug stehen auf einem Kalenderblatt DGB/TAKASHI HONMA/123rf.com

Über 3 Millionen Menschen in Deutschland hatten 2018 einen befristeten Arbeitsvertrag. Das sind doppelt so viele wie 1996 – und es gibt keine Anzeichen, dass sich dieser Aufwärtstrend wendet. Wenn man nur die Neueinstellungen im ersten Halbjahr 2018 betrachtet, waren knapp 45 Prozent davon befristet. Das heißt: Fast jede zweite Neueinstellung erfolgt befristet.

Dieses Wachstum wird größtenteils vom rasanten Anstieg der sachgrundlosen Befristungen angetrieben. Während Befristungen mit Sachgrund seit 2001 anteilig auf mehr oder weniger demselben Niveau der Gesamtbeschäftigung bleiben, hat sich der Anteil derer ohne Grund verdreifacht.

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Regional variierten die Betreuungsquoten der unter Dreijährigen zwischen 39,3 Prozent im Kreis Coesfeld und 16,8 Prozent in Duisburg. Herne 22,9 Prozent

Herne erreicht nur 22,9 Prozent der Kinder unter drei Jahren in Tagesbetreuung und liegt damit fast 20 Prozent unter dem Landesdurchschnitt

Ruhrgebietsstädte mit schlechter Betreuungsquote bei den 3 bis unter 6-Jährigen:

Duisburg    82, 8 %

Essen         86,6 %

Herne         85,4 %

NRW           91,8 %

Anfang März 2019 waren in NRW 28,2 Prozent der Kinder unter drei Jahren in Kindertagesbetreuung

Anfang März 2019 nahmen in Nordrhein-Westfalen 601 781 Kinder unter sechs Jahren ein Angebot der Kindertagesbetreuung in Anspruch.

Düsseldorf (IT.NRW). Anfang März 2019 nahmen in Nordrhein-Westfalen
601 781 Kinder unter sechs Jahren ein Angebot der Kindertagesbetreuung in
Anspruch. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches
Landesamt mitteilt, waren 147 171 dieser Kinder unter drei Jahren alt. Die
Betreuungsquote der unter Dreijährigen ist im Vergleich zu März 2018 von
27,2 Prozent auf 28,2 Prozent gestiegen. Regional variierten die
Betreuungsquoten der unter Dreijährigen zwischen 39,3 Prozent im Kreis
Coesfeld und 16,8 Prozent in Duisburg.

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Sachsen: 34,1 % der Gewerkschaftsmänner haben AfD gewählt ! Brandenburg: 26,9 % der Gewerkschaftsmänner haben AfD gewählt !

02.09.2019 Quelle DGB einblick

Wahlgrafiken 2019: So haben GewerkschafterInnen in Brandenburg und Sachsen gewählt

Die SPD hat trotz Verlusten die Landtagswahlen in Brandenburg gewonnen. In Sachsen kann sich die CDU behaupten. In beiden Bundesländern wird die AfD zweitstärkste Kraft. Die einblick-Wahlgrafiken zeigen, wem die GewerkschafterInnen ihre Stimme gegeben haben.

Nahaufnahme: Hand füllt Fragebogen ausDGB/Teerawut Masawat/123rf.com

Brandenburg 2019: So haben GewerkschafterInnen gewählt

Die SPD bleibt mit 30,5 Prozent stärkste Kraft unter brandenburgischen GewerkschafterInnen. Das sind rund vier Prozentpunkte mehr als unter allen Wählerinnen und Wählern. Besonders die gewerkschaftlich organisierten Frauen haben ihr Kreuz bei den Sozialdemokraten gemacht. Rund ein Drittel wählte SPD, bei den Männern gab es mit 29 Prozent etwas weniger Zustimmung für die SPD.

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Armes Deutschland: 19,4 % aller Vollzeit-Beschäftigten mit Niedriglohn (weniger als 2.203 Euro brutto) – 40,6 % der unter 25-Jährigen mit Niedriglohn

Im Osten arbeitet fast jeder dritte Vollzeitbeschäftigte zu einem Niedriglohn.
Im Osten arbeitet fast jeder dritte Vollzeitbeschäftigte zu einem Niedriglohn. Quelle: Carsten Rehder/d

In Ostdeutschland arbeitet fast jeder dritte sozialversicherungspflichtig Beschäftigte mit Vollzeitjob für einen Niedriglohn. Das geht aus der Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag hervor, die dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vorliegt. Demnach verdienten 2018 bundesweit 4,14 Millionen Vollzeitbeschäftigte weniger als 2.203 Euro. Dieser Wert entspricht zwei Dritteln des mittleren monatlichen Bruttoentgelts und wird auch „Niedriglohnschwelle“ genannt. Darunter lagen bezogen auf die gesamte Bundesrepublik 19,3 Prozent aller Beschäftigten mit Vollzeitstelle.

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Aktuell: 5,8 Millionen Menschen in Hartz IV – davon 1,94 Millionen Kinder unter 18 Jahren

Aktuelle Zahlen Herne:

Personen in Bedarfsgemeinschaften       23.921

Personen unter 25 Jahren                        10.232

Kinder unter 18 Jahren                               7.849

davon

Kinder unter 6 Jahren                                 2.706

Kinder 6 bis unter 15 Jahren                      3.562

6,48 Millionen Menschen leben von Arbeitslosengeld oder Hartz-IV-Leistungen

Knapp 2,22 Millionen Arbeitslose gab es im Juni 2019. Doch mit über 6,48 Millionen lebten fast dreimal so viele Menschen in Deutschland von Arbeitslosengeld oder Hartz-IV-Leistungen, darunter 1,94 Millionen Kinder und Jugendliche. Denn nur ein Teil derer, die staatliche Unterstützung benötigen, gilt auch als arbeitslos im Sinne der Statistik.

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Rede von Norbert Kozicki (Mitglied Deutsche Friedensgesellschaft, Herner Sozialforum) bei der Antikriegstag-Veranstaltung in Herne am 31.08.2019

Rede von Norbert Kozicki (Mitglied Deutsche Friedensgesellschaft, Herner Sozialforum) bei der Antikriegstag-Veranstaltung in Herne am 31.08.2019

 

Liebe Friedensfreundinnen und – freunde,

liebe Kolleginnen und Kollegen,

wir stehen hier heute im Gedenken an den 80. Jahrestag des Beginns des Zweiten Weltkriegs, mit dem Angriffskrieg von Nazi-Deutschland gegen Polen. Fast 80 Millionen Menschen wurden im Zweiten Weltkrieg getötet, die Mehrzahl davon Zivilpersonen.

Die Vereinten Nationen zogen 1945 in ihrer Charta die bis heute gültigen Lehren aus den Weltkriegen der ersten Hälfte des Zwanzigsten Jahrhunderts:

„ Die Organisation beruht auf dem Grundsatz der souveränen Gleichheit aller ihrer Mitglieder…Jeder Staat hat das Recht, seine politische, gesellschaftliche, wirtschaftliche und kulturelle Ordnung frei zu wählen und zu entwickeln…Alle Mitglieder unterlassen in ihren internationalen Beziehungen jede gegen die territoriale Unversehrtheit oder die politische Unabhängigkeit eines Staates gerichtete oder sonst mit den Zielen der Vereinten Nationen unvereinbare Androhung oder Anwendung von Gewalt.“

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