6,6 Millionen Menschen leben von Arbeitslosengeld oder Hartz-IV-Leistungen

Herne (Stand November 2018):

23.955 Personen in Bedarfsgemeinschaften

7.840 Personen unter 18 Jahren

10.222 Personen unter 25 Jahren

6.497 Nicht erwerbsfähige Leistungsberechtigte(Kinder)

davon 1.384 unter 3 Jahren

davon 1.319 unter 6 Jahren

davon 3.566 unter 15 Jahren

6,6 Millionen Menschen leben von Arbeitslosengeld oder Hartz-IV-Leistungen

Knapp 2,21 Millionen Arbeitslose gab es im Dezember 2018. Doch mit rund 6,6 Millionen lebten dreimal so viele Menschen in Deutschland von Arbeitslosengeld oder Hartz-IV-Leistungen, darunter knapp zwei Millionen Kinder und Jugendliche. Denn nur ein Teil derer, die staatliche Unterstützung benötigen, gilt auch als arbeitslos im Sinne der Statistik.

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Junge Hartz-IV-Empfänger: Leben in Angst vor dem Amt, wo man als Kunde bezeichnet wird.

3. März 2019 Quelle: Süddeutsche Zeitung

Junge Hartz-IV-Empfänger

Leben in Angst vor dem Amt

Soll man Arbeitslose unter 25 Jahren besonders streng sanktionieren? Darüber streitet die Politik. Betroffene erzählen von Demütigungen und ständigem Druck.

Von Bernadette Mittermeier

Als der Vermittlungsvorschlag kam, dachte Markus, es handele sich um einen Witz. Im Brief der Arbeitsagentur stand, er solle sich auf eine Stelle als Verkäuferin bei einem Kosmetikgeschäft bewerben. „Verkäuferin“, ohne Schrägstrich oder „m/w“. Markus ignorierte die Aufforderung, obwohl er auf der Suche nach Arbeit war, und trotz der Drohung auf der Rückseite. Dort stand genau aufgelistet, was passieren würde, wenn er seinen Pflichten nicht nachkommt: Das Arbeitsamt kann ihm schon beim ersten verpassten Stellenangebot Geld streichen. Markus verstand die Klauseln und das Juristendeutsch nicht.

Die Drohung wurde schnell wahr. Wenige Tage später hatte Markus einen weiteren Brief im Postfach und 30 Prozent weniger Geld auf dem Konto, für drei Monate gekürzt. „Ich war verwirrt und fühlte mich im Stich gelassen“, erzählt er. Dabei hatte Markus im Vergleich sogar noch Glück.

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Was die offizielle Arbeitslosenzahl verschweigt: 3,29 Millionen Menschen ohne Arbeit

Was die offizielle Arbeitslosenzahl verschweigt: 3,29 Millionen Menschen ohne Arbeit

Im Februar meldet die Bundesagentur für Arbeit rund 2,37 Millionen Arbeitslose. Das gesamte Ausmaß der Menschen ohne Arbeit bildet die offizielle Zahl jedoch nicht ab. Denn rund 919.000 De-facto-Arbeitslose sind nicht in der Arbeitslosen-, sondern in der separaten Unterbeschäftigungsstatistik enthalten.

Im Februar 2019 gab es offiziell rund 2,37 Millionen Arbeitslose. Das sind knapp 33.000 Personen weniger als im Vormonat.

Nicht in der offiziellen Arbeitslosenzahl enthalten sind allerdings rund 919.000 ebenfalls faktisch Arbeitslose, darunter

– knapp 658.000 Menschen, die an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen teilnahmen,

– rund 88.000 am Tag der Erfassung Krankgeschriebene und

– rund 170.000 über 58-Jährige, die innerhalb der letzten 12 Monate kein Jobangebot erhielten.

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Profite aktuell: Über 20% Rendite-in drei Jahren 1.380 Milliarden angesammelt-fast jeder Fünte im Niedriglohnsektor-Kapitalismus pur

Nur die Profitrate ist spitze

  • Heinz-Josef Bontrup

    von Heinz-Josef Bontrup

Bei Arbeit muss man heute fast gleichberechtigt von prekären Verhältnissen reden. Die Kolumne.

Es mehren sich die Beiträge in den Medien, die von einer guten Entwicklung auf den Arbeitsmärkten und von steigenden Einkommen bei den Beschäftigten sprechen. Man muss sich fragen, wie das Menschen empfinden, die tief im Prekariat stecken. Auf den Arbeitsmärkten wird bei den Jubelmeldungen nur die quantitative Veränderung gesehen: Mehr Beschäftigung weniger Arbeitslose. Und wie sieht die Qualität der Veränderung aus? Sehr wohlwollend beurteilt: Bescheiden!

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Schlusslicht Deutschland: Mindestlohn deutlich unterhalb der Schwelle des Armutslohns

24. Februar 2019 Otto König/Richard Detje: Internationaler Mindestlohnreport 2019

Redaktion Sozialismus Hamburg

Schlusslicht Deutschland

Beim Mindestlohn geht es aufwärts: zumindest europaweit. In den 22 EU-Staaten, die eine gesetzliche Lohnuntergrenze haben, sind zu Anfang dieses Jahres die Mindestlöhne im Mittel angehoben worden – nominal um 4,8%, dem zweitstärksten Anstieg seit zehn Jahren, und nach Abzug der Inflation um 2,7%.

»Insgesamt ist innerhalb der EU seit einigen Jahren ein Trend zu deutlich höheren Mindestlohnsteigerungen zu beobachten, der sich auch 2019 weiter fortgesetzt hat«, stellen Thorsten Schulten und Malte Lübker im Mindestlohnbericht 2019 des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) fest.[1]

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Jobcenter-Watch fordert in Herne Stromtarif für Arbeitslose

Energiekosten

Jobcenter-Watch fordert in Herne Stromtarif für Arbeitslose

Lars-Oliver Christoph

24.02.2019 – 16:50 Uhr (Quelle: WAZ Herne)

Herne.   Die Herner Stadtwerke sollen Energiekosten für Hartz-IV-Empfänger senken, sonst werbe man für Konkurrenten. Die Zahl der Stromsperren ist hoch.

Die Arbeitsloseninitiative Jobcenter-Watch (JW) fordert Hernes Stadtwerke-Chef Ulrich Koch in einem offenen Brief dazu auf, die Strompreise für Hartz-IV-Bezieher zu senken. Sofern die Stadttochter dieser Forderung nicht nachkomme, wolle man öffentlich Aufklärungsarbeit darüber leisten, wie Stromkunden zu preiswerteren Anbietern wechseln könnten, so die unverblümte Drohung.

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Hartz-IV: Mehr als jeder Zehnte erwerbsfähige Leistungsberechtigter in Herne von Kürzungen des Existenzminimums betroffen

Jobcenter Herne wieder „Spitze“ beim Kürzen des Existenzminimums für unter 25-Jährige

Im Berichtsjahr November 2017 bis Oktober 2018 mehr Sanktionen in Herne als in Bochum

Mehr als jeder Zehnte erwerbsfähige Leistungsberechtigter in Herne von Kürzungen des Existenzminimums betroffen

In den vergangenen Tagen gab es in Deutschland eine Diskussion über die öffentlichen Erklärungen der Bundesagentur für Arbeit zur Sanktionspraxis. In ihren Medienmitteilungen spricht die Agentur bezüglich der Häufigkeit von Sanktionen im Hartz-IV-Bezug von rund 3 Prozent aller Leistungsbezieher. Angesichts der von der Bundesagentur veröffentlichten Zahlen darf man ruhig und entspannt feststellen, dass die Presseverlautbarungen das Ausmaß der Strafaktionen sprich Sanktionen mehr als verharmlosen.

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Amt für Täuschung: Jobcenter in Deutschland – Herner Jobcenter wieder „Spitze“ bei der Verhängung von Sanktionen

Herner Jobcenter wieder „Spitze“ bei der Verhängung von Sanktionen

Laut Statistik der Bundesagentur für Arbeit wurden im Bereich des Jobcenters Herne für den Berichtszeitraum November 2017 bis Oktober 2018 folgende Sanktionen verhängt:

Neu festgestellte Sanktionen 4.991 bei 16.638 erwerbsfähigen Leistungsberechtigten im „Bestand“ (fast 30%).

Interessant ist der Städtevergleich mit unserer Nachbarstadt Bochum. Dort wurden im selben Zeitraum 4.503 neue Sanktionen verhängt, bei einem „Bestand“ an erwerbsfähigen Leistungsberechtigten von 31.553 Menschen (14,2%).

Bezogen auf alle Vergleichszahlen in Nordrhein-Westfalen gehört das Jobcenter Herne zu den „sanktionsfreudigsten“ Jobcentern.

Eine genaue Analyse wird hier auf der Internetseite des Herner Sozialforums noch folgen.

gez. Norbert Kozicki Dipl.Soz.Wiss.

Amt für Täuschung

Seit Jahren wird das wahre Ausmaß der Hartz-IV-Sanktionen verschleiert
Von Susan Bonath (Quelle: junge welt)

Jobcenter strafen fast dreimal so oft wie angegeben, und die Bundesagentur für Arbeit (BA) verharmlose das. Diesen Vorwurf hat Katja Kipping, Kovorsitzende der Partei Die Linke, am Mittwoch gegenüber der Behörde erhoben. In Wahrheit, so Kipping, sanktionierten die Ämter pro Jahr nicht wie stets behauptet drei, sondern mehr als acht Prozent der über 14jährigen Hartz-IV-Bezieher.

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Ausbildungsstellenmarkt: Ziel der Nachvermittlung in eine betriebliche Ausbildung erreicht nur etwa jeder Zehnte. NRW 8.000 unversorgte Bewerber-Bochum(mit Herne) 436 unversorgte Bewerber

Ausbildungsstellenmarkt: Bilanz des 5. Quartals wenig zufriedenstellend

Zum Abschluss des sogenannten 5. Quartals auf dem Ausbildungsstellenmarkt hat die Bundesagentur für Arbeit (BA) nun Bilanz der Aktivitäten zur Nachvermittlung in Berufsausbildungsstellen gezogen. Diese fällt insgesamt mager aus. Das Ziel der Nachvermittlung in eine betriebliche Ausbildung erreicht nur etwa jeder Zehnte.

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Aufstocken mit Hartz IV: Reformvorschläge zu den Zuverdienstregeln – Herne rund 3.500 Aufstocker

Herne: Aufstocker im Monat Juli 2018

3.451 abhängig Beschäftigte

davon 1.763 als Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte

davon 472 in Vollzeit

davon 1.291 in Teilzeit

1.351 ausschließlich geringfügig Beschäftigte

211 selbständig Erwerbstätige

Aufstocken mit Hartz IV: Reformvorschläge zu den Zuverdienstregeln

amnews-2-300x190Über eine Million Erwerbstätige bezogen im Oktober 2018 aufstockende Hartz-IV-Leistungen. Vorschläge wie die vom Münchener Institut für Wirtschaftsforschung oder des CDU-Abgeordneten Kai Whittaker zielen auf eine Änderung der Zuverdienstregeln ab: Kleine Erwerbseinkommen sollen vollständig auf den Hartz-IV-Satz angerechnet werden. Hunderttausende wären hiervon betroffen.

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