Herne unter den NRW-Großstädten drittärmste Stadt

Herne weist in der neuen Einkommensstatistik des Landes den Rangplatz 384 von 396 Städten auf. 2012 betrug der Rangplatz noch 375.
Das verfügbare Einkommen je Einwohner betrug im Jahr 2016 in Herne 17 579 Euro, im Vergleich zum Landesdurchschnitt von 21 614 Euro.
In Nordrhein-Westfalen stieg dieses verfügbare Einkommen von 2012 bis 2016 um 6,5%.
In Herne stieg dieses verfügbare Einkommen von 2012 bis 2016 nur um 3,1%.
NRW: Verfügbares Einkommen je Einwohner im Jahr 2016
Schnitt bei 21 614 Euro

Im Jahr 2016 verfügte jeder Einwohner in Nordrhein-Westfalen rein rechnerisch über ein durchschnittliches Jahreseinkommen von 21 614 Euro.

 

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„Ausdruck armutspolitischer Ignoranz“: geplante minimale Erhöhungen der Regelsätze in Hartz IV

Hartz IV: Paritätischer fordert Regelsatz von 571 Euro

Pressemeldung vom 12.09.2018

Als viel zu niedrig und „Ausdruck armutspolitischer Ignoranz“ kritisiert der Paritätische Wohlfahrtsverband die geplante Erhöhung der Regelsätze in Hartz IV und bei der Altersgrundsicherung zum 1.1.2019 um lediglich 8 Euro auf dann 424 Euro für Singles und um 5 Euro auf 245 Euro für kleine Kinder. Nach einer Expertise der Paritätischen Forschungsstelle sei eine Anhebung der Regelsätze für Erwachsene auf mindestens 571 Euro erforderlich. Darüber hinaus fordert der Verband die Einführung einer existenzsichernden Kindergrundsicherung.

 

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Rentennahe Jahrgänge haben große Lücke bei der Sicherung ihres Lebensstandards im Ruhestand

Zur Erinnerung:
Durchschnittliche Rentenzahlbeträge in Herne wegen Alter Renteneingang 2016:
Männer 1120,- Euro       Frauen 576,- Euro (Quelle Bundesregierung Juni 2017)

 

Pressemitteilung vom 12.09.2018, DIW Wochenbericht

Rentennahe Jahrgänge haben große Lücke bei der Sicherung ihres Lebensstandards im Ruhestand

 

 

Mehr als der Hälfte der 55- bis 64-jährigen Erwerbstätigen reichen derzeitige Rentenanwartschaften nicht, um aktuellen Konsum zu decken – Private Versicherungen reduzieren diesen Anteil nur geringfügig – Potentielle Versorgungslücke beträgt durchschnittlich rund 700 Euro im Monat

58 Prozent der Erwerbstätigen aus rentennahen Jahrgängen könnten ihren Konsum nicht aus Anwartschaften aus der gesetzlichen und betrieblichen Altersvorsorge decken, wenn sie jetzt in den Ruhestand gingen. Sie hätten im Schnitt eine potentielle Versorgungslücke von monatlich rund 700 Euro. Private Versicherungen wie die Riester- und Rürup-Rente würden den Anteil der 55- bis 64-Jährigen mit einer potentiellen Versorgungslücke lediglich um zwei Prozentpunkte senken. Auch wenn sie zusätzlich ihr privates Vermögen einsetzten, könnten gut 40 Prozent ihren aktuellen Konsum nicht decken. Das sind die wichtigsten Ergebnisse einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), die von der Hans-Böckler-Stiftung finanziert wurde.

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Ende August 2018: 400 junge Menschen in Herne ohne Ausbildungsplatz

 

Ausbildungsstellenmarkt

     
Herne, Stadt
August 2018
               
               
Seit Beginn des Berufsberatungsjahres im Oktober letzten Jahres meldeten sich 1.705 Bewerber für Berufsausbildungsstellen, das waren 7,8% mehr als im Vorjahreszeitraum. Zugleich gab es 781 Meldungen für Berufsausbildungsstellen, das entspricht einem Plus von 17,1%. Ende August waren 400 Bewerber noch unversorgt und 230 Ausbildungsstellen noch unbesetzt. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es mehr unversorgte Bewerber für Berufsausbildungsstellen (+2,0%), die Zahl der unbesetzten Berufsausbildungsstellen war ebenfalls größer (+15,0%).

Den aktuellen Arbeitsmarkreport Herne vom August 2018 findet man/frau hier:

ArbeitsmarktreportAugust2018

Arbeitslosenversicherung muss von der Ausnahme zur Regel werden

Arbeitslosenversicherung muss von der Ausnahme zur Regel werden
NRW: 71,7% aller Erwerbslosen im HartzIV-System und 28,3% im Bereich der Arbeitslosenversicherung (2017)
Herne: 72,3% im HartzIV-System und 27,7% im Bereich der Arbeitslosenversicherung (August 2018, Arbeitsmarktreport vom 30.8.18)
Nachricht von Sabine Zimmermann (Die Linke, MdB) ,

Zwei Drittel (66,2 Prozent) der Erwerbslosen, 1.677.406, wurden im Jahr 2017 im Bereich des Hartz-IV-Systems (Rechtskreis SGB II) betreut, lediglich 33,8 Prozent (855.431) von den Agenturen für Arbeit (SGB III) im Bereich der Arbeitslosenversicherung. In Ostdeutschland waren es sogar 70,6 Prozent im SGB II (Westdeutschland 64,8 Prozent).

Den niedrigsten Anteil von Erwerbslosen im SGB II hatte im Jahr 2017 Bayern mit 47,7 Prozent, den höchsten Bremen mit 78,1 Prozent. Von Erwerbslosen ohne Berufsausbildung befanden sich bundesweit im Jahr 2017 83,2 Prozent im Bereich des SGB II, in Ostdeutschland sogar 87,7 Prozent.

Dies geht aus der offiziellen Statistik der Bundesagentur für Arbeit zu Arbeitslosen nach Rechtskreisen (PDF) hervor, die die Bundestagsabgeordnete Sabine Zimmermann ausgewertet hat.

Die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag erklärt dazu:

„Die Betreuung von Erwerbslosen im Bereich der Arbeitslosenversicherung muss von der Ausnahme wieder zur Regel werden. Die gute Finanzlage der Bundesagentur für Arbeit sollte Anlass für die Bundesregierung sein, die Arbeitslosenversicherung zu stärken und auszubauen. Die Beitragssatzsenkung ist lediglich ein Geschenk an  Unternehmen. Beschäftigte werden nur marginal entlastet. Für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer würde es sich mehr lohnen, wenn die Leistungen und der Zugang zur Arbeitslosenversicherung verbessert würden. Sie muss wieder zum Hauptinstrument der sozialen Sicherung bei Erwerbslosigkeit werden.“

Zimmermann weiter:

„Die geplanten Maßnahmen der Bundesregierung sind nicht ausreichend, um die Arbeitslosenversicherung entscheidend zu stärken. Die  Rahmenfrist muss wieder von derzeit 24 Monaten auf 36 Monate ausgedehnt werden. Der Anspruch auf Arbeitslosengeld sollte bereits nach 4 Monaten Beitragszeit entstehen. Für langjährige Beitragszahler muss die Anspruchsdauer erweitert werden, ebenso für ältere Erwerbslose und Menschen mit Behinderungen. Statt Hartz IV braucht es eine sanktionsfreie Mindestsicherung, die wirklich vor Armut schützt und gesellschaftliche Teilhabe ermöglicht.“

Gefährdungseinschätzungen auf Kindeswohlgefährdungen: in Herne enormer Anstieg

Die Zahlen für Herne für die Zeit von 2013 bis 2017:
Verfahren zur Einschätzung der Kindeswohlgefährdung  Anstieg um 255%
Akute Kindeswohlgefährdung                                            Anstieg um 37%
(Von 2013 bis 2016 hatte sich die Zahl dieser Gefährdungen verdoppelt !)
Latente Kindeswohlgefährdung                                         Anstieg um 235%
Ergebnis Keine Kindeswohlgefährdung und
kein Hilfebedarf                                                                   Anstieg um 570,4%

 

Diese Zahlen für Herne überraschen bei dem enormen Anstieg der Anzahl der Verfahren und den Festellungen von akuter und latenter Kinderwohlgefährdung, dass das Ergebnis „kein Handlungsbedarf“ noch schneller steigt. Man kann vermuten, dass hier irgendetwas nicht stimmt. Es wäre die Aufgabe der Kommunalpolitik dieser „unlogischen Statistik“ auf den Grund zu gehen. gez. Norbert Kozicki

39 478 Gefährdungseinschätzungen für Kinder und Jugendliche im Jahr 2017 in NRW

Im Jahr 2017 haben die Jugendämter in Nordrhein-Westfalen im Rahmen ihres Schutzauftrags in 39 478 Fällen eine Einschätzung bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung vorgenommen.

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Anhaltend hohes Armutsrisiko und wachsende Unterschiede zwischen der Bevölkerung mit und ohne deutsche Staatsangehörigkeit

www.sozialpolitik-aktuell.de
Institut Arbeit und Qualifikation der Universität Duisburg-Essen
Anhaltend hohes Armutsrisiko und wachsende Unterschiede zwischen der Bevölkerung mit und ohne deutsche(r) Staatsangehörigkeit
In Deutschland liegt die Armutsgefährdung der Bevölkerung insgesamt im Jahr 2017 bei 15,8 %. Gegenüber dem Jahr 2006 (14,0%) ist das Armutsrisiko damit um 12,9 % angestiegen.
Unterscheidet man bei der betroffenen Bevölkerung nach Staatsangehörigkeit und Migrationshintergrund zeigen sich große Abweichungen:
Die Menschen, die in Deutschland leben, aber (noch) keinen deutschen Pass haben, sind im besonderen Maße vom Risiko betroffen, in Armut leben zu müssen.

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Die vorhandene und die kommende Altersarmut: Quote der Nichtinanspruchnahme von Grundsicherung im Alter 68%

„Danke für Nichts“ an die GROKO

Die vorhandene und kommende Altersarmut diesseits und jenseits der bedürftigkeitsabhängigen Grundsicherung im Alter

(Quelle: Aktuelle Sozialpolitik)

In diesen Tagen tobt eine Debatte über ein mehr als anspruchsvolles Konzept der Rentenpolitik: „das“ Rentenniveau. Mit einigen der üblichen großkoalitionären Verrenkungen im Gefolge miteinander vermischter Tauschgeschäfte (aufgrund der nun auch realisierten Forderung aus der Union, den Beitrag zur Arbeitslosenversicherung stärker abzusenken als im Koalitionsvertrag mit 0,3-Prozentpunkte vereinbart, gab es

Verzögerungen bei der Verabschiedung des Gesetzentwurfs die Rentenversicherung betreffend) ist nun das verabschiedet worden, was man schon im Koalitionsvertrag als „doppelte Haltelinie“ vereinbart hatte: das „Rentenniveau“ soll bis 2025 nicht unter die heutigen 48 Prozent fallen und der Beitragssatz (derzeit 18,6 Prozentpunkte) darf nicht über die Marke von 20 steigen.

Wobei man zur Kenntnis nehmen sollte, dass das, was hier als energisches Handeln simuliert wird, sowieso eingetreten wäre: »Wenn wir uns die Vorausberechnung des sogenannten Sicherungsniveaus vor Steuern … anschauen, dessen Ergebnis im Rentenversicherungsbericht 2017 der Bundesregierung veröffentlicht wurde (siehe die Abbildung am Anfang dieses Beitrags), dann erkennt man, dass bis zum Jahr 2024 das Sicherungsniveau vor Steuern sowieso nicht unter die genannte Grenze von 48 Prozent fallen wird, wenn denn die Annahmen der Vorausberechnungen zugrunde gelegt werden … Wie praktisch, man kann als ein Ergebnis eine „Haltelinie“ beim Sicherungsniveau verkaufen, das sowieso schon mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit eintreten wird. Danke für nichts, wird der eine oder andere an diese Stelle denken«, so der Hinweis bereits in dem Beitrag Umrisse einer GroKo neu. Teil 2: Die Rente vom 14. Januar 2018.

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Wissenschaft: In jedem zweiten statistischen Bezirk von Herne geht es mindestens jedem zweiten Kind nicht gut

Klartext zu den Ergebnissen dieser Studie:
1. In manchen Stadtvierteln geht die Hälfte der Schulkinder hungrig zur Schule.
2. 41 bis 44% aller Schulkinder (je nach Jahrgang) fühlen sich nicht wohl, missachtet und von Lehrern, Eltern und Mitschülern nicht anerkannt.
3. Nur ein Drittel der befragten Schulkinder haben einen Erwachsenen, der ihnen wichtig ist.
4. Fast jedes zweite Schulkind macht negative Schulerfahrungen in Herne.

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Aktueller Mindestlohnbericht: im europäischen Vergleich hinkt Deutschland hinterher

Aktuelle Mindestlohnbericht des WSI
Die Forderung nach einem existenzsichernden Lohn für alle ist in den letzten Monaten in Deutschland und Europa wieder verstärkt ins Zentrum des öffentlichen Interesses gerückt. So enthält die europäische Säule sozialer Rechte ein Bekenntnis zu angemessenen Mindestlöhnen. Frankreichs Präsident Macron hat die wichtige Rolle von Mindestlöhnen für das europäische Sozialmodell herausgestrichen, und in Deutschland bekennen sich CDU,
CSU und SPD in ihrem Koalitionsvertrag zu einem europäischen Rahmen für Mindestlohnregelungen.
Der WSI-Mindestlohnbericht trägt zu dieser Debatte mit einer umfassenden Analyse der aktuellen Entwicklungen der Mindestlöhne in Europa und darüber hinaus bei. Er konstatiert insbesondere für Deutschland Potential für eine stärkere Anhebung des Mindestlohns auf ein existenzsicherndes Niveau, das sich auch aus einem im europäischen Vergleich relativ niedrigen Mindestlohnwert ergibt.
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