2011 bis 2017: Starker Zuwachs bei der Anzahl von EmpfängerInnen von Sozialleistungen in den Ruhrgebietsstädten – Kaum Thema in der Politik
Starker Zuwachs bei der Anzahl von EmpfängerInnen von Sozialleistungen in den Ruhrgebietsstädten
Empfängerinnen und Empfänger von Mindestsicherungsleistungen in NRW 2011 bis 2017 nach Art der Leistungen
Für diese Jahre werden hier die Zuwachsraten in den Bereichen Anzahl von EmpfängerInnen insgesamt, Bezug im SGB II und Grundsicherung im Alter oder bei Erwerbsminderung in den folgenden Ruhrgebietsstädten aufgelistet. Diese Zahlen konterkarieren die Pressemeldung des Landesamtes für Statistik, in der es hieß „2017 bezogen erstmals seit 2011 wieder weniger Menschen in NRW Mindestsicherungsleistungen“.
Diese Pressemeldung ist korrekt, sagt aber überhaupt nichts über die reale Entwicklung über einen relevanten längeren Zeitraum aus. Die Prozentzahlen in den einzelnen Bereichen verdeutlichen die Entwicklung in den neun hier aufgelisteten Ruhrgebietsstädten.
Gesamtzahl von 2011 bis 2017
NRW + 17,9 %
Herne + 20,9 %
Bochum + 22,2 %
Dortmund + 17,5 %
Duisburg + 19,7 %
Essen + 21,0 %
Mülheim + 28,7 %
Oberhausen + 18,2 %
Gelsenkirchen + 23,2 %
Bottrop + 11,7 %
SGB II – EmpfängerInnen
NRW + 11,0 %
Herne + 15,9 %
Bochum + 18,6 %
Dortmund + 10,5 %
Duisburg + 15,5 %
Essen + 18,4 %
Mülheim + 26,3 %
Oberhausen + 13,1 %
Gelsenkirchen + 22,0 %
Bottrop + 6,8 %
Grundsicherung im Alter oder Erwerbsminderung
NRW + 28,3 %
Herne + 26,9 %
Bochum + 26,7 %
Dortmund + 31,9 %
Duisburg + 19,8 5
Essen + 23,7 %
Mülheim + 19,8 %
Oberhausen + 18,8 %
Gelsenkirchen + 27,6 %
Bottrop + 25,1 %
Zusammengestellt von Norbert Kozicki, Dipl. Soz.Wiss.
2017 bezogen erstmals seit 2011 wieder weniger Menschen in NRW Mindestsicherungsleistungen
Ende 2017 erhielten rund 2,1 Millionen Menschen in Nordrhein-Westfalen Leistungen der sozialen Mindestsicherung; das waren 11,7 Prozent der Bevölkerung (2016: 12,0 Prozent).
Düsseldorf (IT.NRW). Ende 2017 erhielten rund 2,1 Millionen Menschen in Nordrhein-Westfalen Leistungen der sozialen Mindestsicherung; das waren 11,7 Prozent der Bevölkerung (2016: 12,0 Prozent). Bei Minderjährigen lag die Quote bei 19,8 Prozent (2016: 20,1 Prozent). Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als amtliche Statistikstelle des Landes mitteilt, bezogen 2017 fast 46 000 Personen weniger Mindestsicherungsleistungen als ein Jahr zuvor. Während die Zahl der Regelleistungsempfänger nach dem Asylbewerberleistungsgesetz um 69 000 und die der Personen mit Bezug von Hilfen zum Lebensunterhalt außerhalb von Einrichtungen um 2 000 niedriger war als Ende 2016, erhöhte sich die Zahl der Empfänger von Grundsicherung für Arbeitssuchende um 16 000 und die von Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung um 9 000.

Die höchste Mindestsicherungsquote aller 396 Städte und Gemeinden NRWs ermittelten die Statistiker mit 22,7 Prozent für Gelsenkirchen (2016: 22,7 Prozent). Die niedrigste Mindestsicherungsquote wies mit 2,0 Prozent die Gemeinde Schöppingen im Kreis Borken auf. Weitere Ergebnisse zum Thema stehen unter http://url.nrw/SBE (link is external) für alle Städte und Gemeinden NRWs in der Landesdatenbank zur Verfügung (IT.NRW)
(285 / 18) Düsseldorf, den 28. September 2018
Die aktuelle Tabelle für NRW und die Ruhrgebietsstädte: