Entwicklung sozialversicherungspflichtig Beschäftigter und geringfügig entlohnter Beschäftigter in Herne

Aktuelle Daten zum Herner Arbeitsmarkt

Entwicklung sozialversicherungspflichtig Beschäftigter und geringfügig entlohnter Beschäftigter in Herne

(Quelle: Bundesagentur für Arbeit)

Im Monat Juni 2018 waren in Herne insgesamt 45.409 Menschen als sozialversicherungspflichtige und geringfügig entlohnte Beschäftigte gemeldet.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat war das eine Steigerung um 2,6% oder 1.132 Beschäftigte. Diese positiven Werte werden durch den Vergleich mit unserem Bundesland NRW und Deutschland verstärkt. Im Vergleich zum Vorjahresmonat stiegen hier die Zahlen um 2,3% und 2,2%.

Für den Zeitraum von Juni 2011 und Juni 2018 sieht diese Entwicklung im Bundes- und Ländervergleich für den Arbeitsmarkt in Herne nicht mehr positiv aus.

Deutschland       28.881.238    Anstieg auf   33.219.818       15  %

NRW                  6.079.933     Anstieg auf     6.927.307       13,9%

Herne                     45.034     Anstieg auf          45.409         0,8%

Diese Zahlen können nur so interpretiert werden, dass die Stadt Herne von der allgemeinen Entwicklung am Arbeitsmarkt weitgehend abgekoppelt ist.

Bei der Betrachtung des 10-Jahreszeitraums (Juni 2008 bis Juni 2018) für den Arbeitsmarkt in Herne wird folgendes sichtbar: Die sozialversicherungspflichtigen Vollzeitstellen haben sich im Gegensatz zu den sozialversicherungspflichtigen Teilzeitstellen trotz des Bundestrends erheblich verringert.

Vollzeit              36.420   Abnahme auf    32.737       Minus 10,1%

Teilzeit                7.884   Zunahme auf    12.672       Plus    60,7%

Die Anzahl der ausschließlich geringfügig entlohnten Beschäftigten hat sich im 10-Jahreszeitraum von 8.617 auf 7.616 Stellen reduziert (Minus 11,6%).

Im selben Zeitraum stieg dagegen die Anzahl der geringfügig entlohnten Beschäftigten im Nebenjob von 2.145 auf 2.680 Menschen (Zunahme um 24,9%). Diese Beschäftigten haben in der Regel einen Nebenjob, weil der Verdienst in der sozialversicherungspflichtigen Tätigkeit nicht ausreicht.

Von den ausschließlich geringfügig entlohnten Beschäftigten sind in Herne im Monat Juni 2018 18% 65 Jahre und älter (1.370 Beschäftigte, Anstieg zum Vorjahresmonat um 6,2%).

Von den geringfügig entlohnten Beschäftigten weisen 1.998 oder 19,4% keinen beruflichen Ausbildungsabschluss auf, davon 57,9% Frauen. 5,5% haben einen akademischen Abschluss (565 Betroffene).

Von allen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten haben in Herne 7.066 keinen beruflichen Ausbildungsabschluss (15,6% – fast jeder Sechste !) – einen akademischen Abschluss haben 5.098 ( 11,2%).

zusammengestellt Norbert Kozicki Dipl.Soz.Wiss.

 

 

 

 

Energiewende belastet einkommensschwache Haushalte besonders stark

Energiewende belastet einkommensschwache Haushalte besonders stark

(Quelle: RWI-Leibniz Institut für Wirtschaftsforschung Essen)

Im Zuge der Energiewende ist der Strompreis in Deutschland in den vergangenen Jahren stark angestiegen. Seit dem Jahr 2000 haben sich die Strompreise für private Haushalte mehr als verdoppelt. Unter diesen Lasten der Energiewende haben einkommensschwache Haushalte besonders zu leiden, weil sie einen größeren Anteil ihres Einkommens für die Finanzierung ihres Energiebedarfs aufwenden müssen als wohlhabende Haushalte. Das zeigt eine aktuelle Studie des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung.

Die wichtigsten Ergebnisse:

  • Die Belastung armutsgefährdeter Haushalte durch Stromkosten hat relativ zu ihrem Einkommen in den Jahren 2006 bis 2016 erheblich zugenommen.  Sie haben im Jahr 2016 mehr für Strom ausgegeben als zur Deckung ihres Energiebedarfs zum Heizen und zur Warmwassererzeugung. So musste ein armutsgefährdeter alleinstehender Rentner im Jahr 2016 rund 50 Prozent mehr pro Monat für Strom bezahlen als noch im Jahr 2006.

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Oberste Sozialrichter: Berechnungen der Jobcenter für die Ermittlung der Wohnkosten oft unzulässig

Die Jobcenter und die „angemessenen“ Kosten der Unterkunft. Hoffnung auf höhere Zuschüsse durch neue Entscheidungen des Bundessozialgerichts

Gerade in den zurückliegenden Monaten hatten wir wieder einmal eine „Hartz IV-Debatte“. Dabei ging es auch und vor allem um die Frage, ob und wie man das Grundsicherungssystem (SGB II) weiterentwickeln sollte und könnte. Auch das vor dem Bundesverfassungsgericht anhängige Verfahren zur Frage der verfassungsrechtlichen (Nicht?-)Zulässigkeit von Sanktionen wurde und wird diskutiert.

Man sollte an dieser Stelledaran erinnern, dass das Grundsicherungssystem nicht nur Arbeitslose bzw. Langzeitarbeitslose absichern soll, die immer im Zentrum der „Hartz IV-Debatten“ stehen. Die bilden sogar nur mit mehr als 1,4 Mio. Menschen eine Minderheit der insgesamt 5,9 Mio. Menschen, die in „Bedarfsgemeinschaften“ leben (müssen). Und auch die vieldiskutierten 424 Euro für einen Alleinstehenden pro Monat sind nur ein Teil der Hartz IV-Leistungen. Als zweite wichtige Säule der Grundsicherung ist die Übernahme der „angemessenen“ Wohnkosten für die Leistungsbezieher zu nennen.

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Was die offizielle Arbeitslosenzahl verschweigt: 3,27 Millionen Menschen ohne Arbeit

Was die offizielle Arbeitslosenzahl verschweigt: 3,27 Millionen Menschen ohne Arbeit

Im Januar meldet die Bundesagentur für Arbeit knapp 2,41 Millionen Arbeitslose. Das gesamte Ausmaß der Menschen ohne Arbeit bildet die offizielle Zahl jedoch nicht ab. Denn rund 864.000 De-facto-Arbeitslose sind nicht in der Arbeitslosen-, sondern in der separaten Unterbeschäftigungsstatistik enthalten.

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6,56 Millionen Menschen leben von Arbeitslosengeld oder Hartz-IV-Leistungen

6,56 Millionen Menschen leben von Arbeitslosengeld oder Hartz-IV-Leistungen

Knapp 2,19 Millionen Arbeitslose gab es im November 2018. Doch mit rund 6,56 Millionen lebten dreimal so viele Menschen in Deutschland von Arbeitslosengeld oder Hartz-IV-Leistungen, darunter knapp zwei Millionen Kinder und Jugendliche. Denn nur ein Teil derer, die staatliche Unterstützung benötigen, gilt auch als arbeitslos im Sinne der Statistik.

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Arbeitslosengeld-II- und Sozialgeld-Ausgaben 2018: 880 Millionen Euro weniger als 2017

(BIAJ) Im Haushaltsjahr 2018 wurden vom Bund für Arbeitslosengeld II und Sozialgeld (brutto) insgesamt 20,543 Milliarden Euro ausgegeben, 880 Millionen Euro (4,1 Prozent) weniger als im Vorjahr 2017. (siehe dazu die aktualisierte BIAJ-Abbildung unten) Im Haushaltsjahr 2017 wurden vom Bund für Arbeitslosengeld II und Sozialgeld (einschließlich der Beiträge und Zuschüsse zur Kranken- und Pflegeversicherung in Höhe von nahezu 6,0 Milliarden Euro) insgesamt 21,423 Milliarden Euro ausgegeben.

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Die Wohnungsfrage kehrt zurück

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45 Millionen Erwerbstätige im Dezember 2018

Pressemitteilung Nr. 036 vom 31.01.2019:

45 Millionen Erwerbstätige im Dezember 2018

WIESBADEN – Im Dezember 2018 waren nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) 45 Millionen Personen mit Wohnort in Deutschland erwerbstätig. Gegenüber Dezember 2017 nahm die Zahl der Erwerbstätigen um 1,1 % zu (+494 000 Personen). Erwerbslos waren im Dezember 2018 rund 1,3 Millionen Personen, 160 000 weniger als ein Jahr zuvor.

Im Vormonatsvergleich sank die Zahl der Erwerbstätigen im Dezember 2018 nach vorläufigen Ergebnissen der Erwerbstätigenrechnung um 146 000 Personen oder 0,3 %. Dies ist ein geringerer Rückgang gegenüber dem Vormonat als im Durchschnitt der letzten fünf Jahre (-158 000 Personen). Saisonbereinigt, das heißt nach rechnerischer Ausschaltung der üblichen jahreszeitlich bedingten Schwankungen, nahm die Erwerbstätigenzahl im Dezember 2018 gegenüber November 2018 um 42 000 Personen oder 0,1 % zu.

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Großer Spielraum am sozialen Arbeitsmarkt – für die Jobcenter

Großer Spielraum am sozialen Arbeitsmarkt – für die Jobcenter

amnews-2-300x190Mit dem Teilhabechancengesetz sollen Langzeitarbeitslose, die seit vielen Jahren in Hartz IV feststecken, einen geförderten Arbeitsplatz erhalten. Die nun veröffentlichen fachlichen Weisungen der Bundesagentur für Arbeit (BA) lassen viele Freiheiten bei der Ausgestaltung der Förderung erkennen und werfen gleichzeitig offene Fragen auf.

Seit dem 1. Januar 2019 können Langzeitbezieher von Hartz IV mittels der Maßnahmen nach dem Teilhabechancengesetz einen geförderten Arbeitsplatz erhalten (O-Ton berichtete). Nun wurden auch die fachlichen Weisungen der Bundesagentur für Arbeit (BA) veröffentlicht, welche konkrete Vorgaben zur Umsetzung der Fördermaßnahmen beinhalten. Für das neue Regelinstrument „Teilhabe am Arbeitsmarkt“ und die Neufassung der „Förderung von Arbeitsverhältnissen“ (FAV) wird beispielsweise die Auswahl der Teilnehmenden, aber auch die Berechnung des Lohnkostenzuschusses konkretisiert.

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Herne zweithöchster Anteil bei atypisch Beschäftigten in NRW (2017) Herne 16.000 atypisch Beschäftigte (29,5% aller abhängig Beschäftigten)

Herne zweithöchster Anteil bei atypisch Beschäftigten in NRW (2017)

Herne 16.000 atypisch Beschäftigte (29,5% aller abhängig Beschäftigten)

6,7% Zunahme von 2016 auf 2017

Jede(r) vierte abhängig Beschäftigte in NRW stand 2017 in einem atypischen Beschäftigungsverhältnis

Im Jahr 2017 standen in Nordrhein-Westfalen 1,75 Millionen Kernerwerbstätige in ihrer Haupttätigkeit in einem atypischen Beschäftigungsverhältnis.

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