Armutsrisiko von Alleinerziehenden stagniert auf hohem Niveau: Ein Drittel aller Alleinerziehenden sind von Armut bedroht.

Armutsrisiko von Alleinerziehenden stagniert auf hohem Niveau

Nachricht von Katrin Werner,

Das Armutsrisiko von Alleinerziehenden stagniert seit Jahren auf sehr hohem Niveau. Ein Drittel der Alleinerziehenden war 2016 von Armut bedroht, weil sie weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens zur Verfügung hatten. Das ist Ergebnis einer Kleinen Anfrage der Fraktion DIE LINKE im Bundestag zur sozialen Situation von Alleinerziehenden (PDF).

Armut hat ganz konkrete Auswirkungen auf das Leben von Familien und die Entwicklung von Kindern. Gesunde Ernährung, gute Bildung und Freizeitaktivitäten all das ist in Familien, die in Armut leben, häufig nicht möglich. Alle Familien müssen endlich durch eine Kindergrundsicherung wirksam vor Armut geschützt werden. Als ersten Schritt dahin müssen wir das Kindergeld auf 328 Euro anheben. Und zwar für alle Kinder, auch für die, die in Hartz-IV leben.

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„Kindergrundsicherung gibt es nicht mit der CDU“ (Katja Kipping- Vorsitzende Die Linke)

Kindergrundsicherung gibt es nicht mit der CDU

Pressemitteilung von Katja Kipping,

„Mit den Grünen hat sich eine weitere Partei für ein Konzept zur Kindergrundsicherung entschieden. Das ist gut und macht Lust auf Regierungsmehrheiten links der CDU“ erklärt Katja Kipping, Parteivorsitzende und sozialpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. Kipping weiter:

„Den Grünen muss klar sein, dass sie eine Kindergrundsicherung in einer Regierung mit der CDU nicht durchsetzen können. DIE LINKE streitet seit Jahren für eine Kindergrundsicherung, die alle Kinder vor Armut und Ausgrenzung schützt. Sie orientiert sich dabei an den Diskussionen von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie Wohlfahrtsverbänden.“

Bündnis für die Kindergrundsicherung immer breiter – Grünes Konzept für eine Kindergrundsicherung

Kinderarmut

Faire Chancen für jedes Kind – Grünes Konzept für eine Kindergrundsicherung

Annalena Baerbock und Katrin Göring-Eckardt in der Bundespressekonferenz
Jedes fünfte Kind in Deutschland lebt in Armut. Es wird Zeit, dass sich das ändert. Darum brauchen wir die Kindergrundsicherung – für alle, fair und unkompliziert.

Jedes fünfte Kind in Deutschland lebt in Armut. Diese Zahl ist aktuell, erschreckend – und sie hat sich seit vielen Jahren nicht geändert. Vor allem bei Alleinerziehenden oder Geringverdienenden mit Kindern reicht das Geld oft hinten und vorne nicht.

Bei zahlreichen Familien kommen Leistungen wie der Kinderzuschlag gar nicht erst an. Kinderarmut ist ein nicht hinnehmbarer Zustand in einem so reichen Land wie Deutschland. Armut grenzt von Vielem aus, was ein gutes Aufwachsen zusammen mit Gleichaltrigen ausmacht. Und: Armut macht Zukunftschancen kaputt. Es ist zutiefst ungerecht, wenn die Herkunft über die Zukunft entscheidet und nicht das, was in einem steckt.

Darum genügen im Kampf gegen Kinderarmut keine Schmalspurlösungen. Es braucht endlich eine eigenständige Kindergrundsicherung, die allen Kindern Unterstützung und Teilhabe garantiert, egal wie hoch das Einkommen ihrer Eltern ist.

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Zahl der sachgrundlosen Befristungen 2018 deutlich angestiegen – in NRW die meisten sachgrundlosen Befristungen

Die Zahl der sachgrundlosen Befristungen ist 2018 deutlich gestiegen – um rund 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Die Zahl der sachgrundlosen Befristungen ist 2018 deutlich gestiegen – um rund 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Quelle: Philipp Strobel/dpa

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Jeder Zweite der 2,4 Millionen Arbeitslose ohne Berufsabschluss

Mismatch am Arbeitsmarkt: Viele Helfer, wenige Fachkräfte

Mehr als jeder Zweite der 2,4 Millionen Arbeitslose hat keinen Berufsabschluss. Für rund 1,1 Millionen Arbeitslose kommt daher nur eine Arbeitsstelle auf Helferniveau in Frage. Das ist ein Problem für geringqualifizierte Arbeitslose: Auf jede offene Stelle im Helferbereich kommen rechnerisch acht Arbeitslose.

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Erhebliche Reduzierung der geförderten Beschäftigungsverhältnisse im Bereich der „Teilhabe am Arbeitsmarkt“ im Jahr 2019

„Teilhabe am Arbeitsmarkt“ im Vorjahresvergleich: Geförderte Beschäftigungsverhältnisse und Ausgaben bis Mai 2019

(BIAJ) Im Mai 2019, vierzehn Monate nach Unterzeichnung des Koalitionsvertrages zwischen CDU, CSU und SPD am 12. März 2018, wurden von allen 406 Jobcentern zusammen insgesamt 14.267 Beschäftigungsverhältnisse gemäß § 16i SGB II („Teilhabe am Arbeitsmarkt“) gefördert. Dies waren noch immer 1.523 (9,6 Prozent) weniger als die ein Jahr zuvor (im Mai 2018) im Rahmen des BundesprogrammsSoziale Teilhabe am Arbeitsmarkt“ von 195 Jobcentern geförderten 15.790 Beschäftigungsverhältnisse.

Für dieTeilhabe am Arbeitsmarkt“ (§ 16i SGB II) gaben die Jobcenter gE* in den ersten fünf Monaten 2019 insgesamt 39,407 Millionen Euro aus, davon 28,687 Millionen Euro aus den Haushaltsmitteln der Jobcenter gE für „SGB-II-Eingliederungsleistungen“ und 10,720 Millionen Euro aus dem sogenannten Passiv-Aktiv-Transfer. Zum Vergleich: In den ersten fünf Monaten des Vorjahres (2018) wurde von den Jobcentern gE doppelt so viel für das BundesprogrammSoziale Teilhabe am Arbeitsmarkt“ ausgegeben, insgesamt 58,003 Millionen Euro.

Zu weiteren Informationen über die geförderten Beschäftigungsverhältnisse (Jobcenter insgesamt) und Ausgaben für Maßnahmen nach dem § 16i SGB II („Teilhabe am Arbeitsmarkt„) in den Ländern (Ausgaben nur Jobcenter gE) im Vergleich mit dem Vorjahr (Bundesprogramm „Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt“) siehe die BIAJ-Materialien vom 06. Juni 2019: Download_BIAJ20190606 (PDF: drei Seiten)

* „gemeinsame Einrichtungen“ von Kommunen und Bundesagentur für Arbeit (Agenturen für Arbeit); entsprechende Daten für die 104 Jobcenter zkT („zugelassene kommnale Träger“) sind dem BIAJ bisher nicht bekannt.

Integration in Arbeit: Nicht einmal jede zweite Arbeitsaufnahme beendet Hartz-IV-Bezug

Integration in Arbeit: Nicht einmal jede zweite Arbeitsaufnahme beendet Hartz-IV-Bezug

Im Jahr 2018 gelang erneut mehr Hartz-IV-Beziehern die Integration in den Arbeitsmarkt. Dies geht aus der Integrationsquote der Bundesagentur für Arbeit (BA) hervor. Doch nicht einmal die Hälfte der Arbeitsaufnahmen führt dazu, dass der Leistungsbezug beendet wird.

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Soziale Situation von Alleinerziehenden – Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke

Deutscher Bundestag

Drucksache19/1056119. Wahlperiode03.06.2019

Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Katrin Werner, Dr. Petra Sitte, Doris Achelwilm, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE. – Drucksache 19/9964 –

Soziale Situation von Alleinerziehenden

Vorbemerkung der Fragesteller (Auszug)

Laut Angaben des Statistischen Bundesamtes 2017 leben in der Bundesrepublik Deutschland rund 2,6 Millionen Familien mit einem alleinerziehenden Eltern-teil. Während der Anteil von Familien mit Kindern an allen Haushalten insge-samt rückläufig ist, steigt die Zahl der Alleinerziehenden kontinuierlich an (vgl. hierzu www.destatis.de/DE/Presse/Pressekonferenzen/2018/Alleinerziehende/ pressebroschuere-alleinerziehende.pdf?__blob=publicationFile&v=3 S. 7). Mittlerweile sind rund 20 Prozent aller Familien Einelternfamilien, wobei deut-liche regionale und geschlechtsspezifische Unterschiede bestehen. Beispiels-weise beträgt der Anteil der Einelternfamilien in Ostdeutschland ca. 25 Prozent, im Westen hingegen nur 17 Prozent (vgl. ebd.: 9). Frauen sind bei den Allein-erziehenden nach wie vor stark überrepräsentiert (ca. 88 Prozent), während al-leinerziehende Väter mit 12 Prozent eher eine Ausnahme bilden (vgl. ebd.: 13)….

Eine Auswertung der Antwort wird noch folgen.

 

Die Antwort der Bundesregierung auf die Anfrage findet man/frau hier:

https://dipbt.bundestag.de/doc/btd/19/105/1910561.pdf

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