Herner Sozialforum

Das Vermögen der zehn reichsten der Reichen nahm in vier Jahren fast um eine halbe Billion zu.

Trump als Präsident: Goldesel für die superreichen US-Oligarchen

Die Corona-Krise hat das Vermögen von vielen Superreichen weiter in obszöne Höhen anwachsen lassen, während die explodierende Staatsverschuldung alle abgehängten Amerikaner belastet

US-Präsident Donald Trump hat sich als Außenseiter und Mann des Volkes gegeben, aber als möglicher, wenn auch wahrscheinlich hoch verschuldeter Milliardär hat er die Staatsverschuldung, für die alle Amerikaner einstehen müssen, auf einen Rekordwert von 27 Billionen US-Dollar erhöht. Das sind fast 140 Prozent des BIP. Deutschlands Staatsverschuldung ist zum Vergleich im zweiten Quartal 2020 um über 10 Prozent auf 2.278.477 angewachsen. Im Haushaltsjahr 2020 ist das US-Haushaltsdefizit um 3,1 Billionen angewachsen [1], 2,2 Billionen davon stammen aus dem Wirtschaftshilfepaket wegen der Coronaviruspandemie im März 2020.

Weiterlesen

Zwei Drittel aller Neueinstellungen sind atypisch

Zwei Drittel aller Neueinstellungen sind atypisch

Düsseldorf (ots) – Zwei von drei Neueinstellungen waren im vergangenen Jahr so genannte atypische Beschäftigungen. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der Linken hervor, die der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ (Montag) vorliegt. Demnach entfielen von den insgesamt fast 10,3 Millionen Neueinstellungen in ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis 6,6 Millionen oder 65 Prozent nicht auf ein unbefristetes Normalarbeitsverhältnis in Vollzeit. Nach den Daten der Bundesagentur für Arbeit (BA) waren 2019 rund vier Millionen oder 40 Prozent der Neueinstellungen befristete Jobs. 3,9 Millionen Neueinstellungen entfielen auf Teilzeitstellen, das waren 35 Prozent. Zudem begannen rund eine Million Leiharbeiter ein neues Beschäftigungsverhältnis. Das waren rund neun Prozent aller Neueinstellungen. Die Linken-Politikerin Susanne Ferschl forderte ein Verbot der sachgrundlosen Befristungen. Zudem müsse die Leiharbeit zurückgedrängt werden.

www.rp-online.de

Pressekontakt:

Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2627

Eckpunkte Tarifabschluss Öffentlicher Dienst Bund und Kommunen

Tarifabschluss im Öffentlichen Dienst: „Ein respektabler Abschluss“ und „Das Machbare haben wir erreicht“, sagen Gewerkschaftsvertreter. Ein „wirtschaftlich verkraftbarer, maßvoller Abschluss“ sagen die Arbeitgeber. Alles gut?

In den vergangenen Wochen hatte es Warnstreikaktionen im öffentlichen Dienst gegeben, natürlich nicht ohne Hintergedanken wurden dabei gerne Pflegekräfte auf die Straße geschickt. Denn seitens der Gewerkschaft ver.di wurden die Tarifverhandlungen unter der Überschrift „Corona-Helden“ geführt, für die man nun auch eine monetäre Abbildung ihrer heldenhaften Leistungen von den Arbeitgebern erstreiten wollte. Nun fallen einem hinsichtlich der angesprochenen Figur der „Corona-Helden“ zahlreiche Berufe und Tätigkeiten ein, die zum einen nichts mit dem öffentlichen Dienst zu tun haben, zum anderen aber gibt es wie in anderen Branchen auch im öffentlichen Dienst sicher Tätigkeitsfelder, wo man weit weg sein konnte von der tatsächlichen Corona-Front, im Homeoffice und dabei in einem sehr sicheren Arbeitsverhältnis, von dem andere nur träumen können. Man ahnt es schon, wenn man solche Zeilen liest – „Corona-Helden“ hat eine Menge spalterisches Potenzial und man könnte mit guten Argumenten damit für die einen mehr Geld, aber auch gleichzeitig für die anderen mehr Demut verlangen und würde sich heillos verlaufen in einem verminten Gelände der Abgrenzung (und der Ausschließeritis), wie wir das real bereits beim monatelangen Gekrampfe um eine „Corona-Prämie“ für das Pflegepersonal (nicht nur) in der Altenpflege erlebt haben (dazu der Beitrag Wenn eine am Anfang sicher gut gemeinte Anerkennungsprämie zu einem toxischen Spaltpilz mutiert. Bei der Corona-Prämie für Pflegekräfte sortiert und differenziert man sich ins Nirwana vom 3. September 2020).

Weiterlesen

2019 mussten HartzIV-EmpfängerInnen im Schnitt 86 Euro im Monat aus eigener Tasche für ihre Wohnung bezahlen – mehr als in den Jahren zuvor.

Mietausgaben für eine halbe Million Hartz-IV-Empfänger stetig gestiegen

  • Bei einer halben Million Hartz-IV-Empfängern decken die Wohnkosten­zuschüsse nicht die gesamten Mietausgaben ab.
  • 2019 mussten sie im Schnitt 86 Euro im Monat aus eigener Tasche für ihre Wohnung bezahlen – mehr als in den Jahren zuvor.
  • Die Linkspartei beklagt, dies erhöhe das Armutsrisiko.

Weiterlesen

„Das ist schon mehr als „beeindruckend“ – im europäischen Vergleich befindet sich Deutschland in einer Spitzengruppe mit osteuropäischen Ländern wie Bulgarien, Polen, Estland, Litauen und Lettland.“ (Prof.Sell)

Der „beste Niedriglohnsektor“, der in Europa geschaffen wurde, bleibt weiterhin eine Konstante der deutschen Arbeitsmarktverhältnisse: 2018 gab es 8 Millionen Niedriglohnjobs

Im Januar 2005 – Hartz IV hatte gerade das Licht der Welt erblickt – lobte der damalige Noch-Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) in seiner Rede auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos sein ganz besonderes Kind: „Wir haben unseren Arbeitsmarkt liberalisiert. Wir haben einen der besten Niedriglohnsektoren aufgebaut, den es in Europa gibt.“

Weiterlesen

„Dass selbst eine Vollzeitstelle häufig nicht ausreicht, um finanziell halbwegs abgesichert zu sein, ist alarmierend.“

ARM TROTZ ARBEIT

Gewerkschaft kritisiert Lohn-Drückerei

Fast ein Viertel aller Beschäftigten in Vorpommern arbeitet im Niedriglohnsektor. Die Gewerkschaft IG BAU sieht eine Ursache in der schwindenden Tarifbindung vieler Unternehmen.

40 Stunden Arbeit pro Woche und trotzdem bleibt es klamm im Portemonnaie: Aktuell arbeiten im Landkreis Vorpommern-Greifswald 23 Prozent aller Vollzeit-Beschäftigten im Niedriglohnsektor. Insgesamt rund 11 000 Menschen erzielen trotz voller Stundenzahl ein Einkommen unterhalb der amtlichen Niedriglohnschwelle von derzeit 1885 Euro brutto im Monat (Wert für Ostdeutschland). Darauf hat die Gewerkschaft IG BAU hingewiesen.

Selbst Vollzeitstelle reicht nicht zum Leben

Weiterlesen

Indirekte Subventionen: „Insgesamt hat der Staat seit 2007 den Angaben zufolge mehr als 126 Milliarden Euro an ergänzenden Hartz-IV-Leistungen zur Aufbesserung niedriger Löhne ausgegeben.“

Bundesregierung:

9,4 Milliarden Euro für Niedriglohn-Aufstockung

Berlin (dts) – Die staatlichen Hartz-IV-Zuzahlungen an Beschäftigte mit geringem Einkommen haben sich in den vergangenen Jahren trotz des wirtschaftlichen Aufschwungs am Arbeitsmarkt kaum verändert. Demnach flossen allein 2019 rund 9,4 Milliarden Euro an Hartz-IV-Bedarfsgemeinschaften mit mindestens einem abhängigen Erwerbstätigen, wie es aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage der Linken-Fraktion im Bundestag hervorgeht, über die die Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Dienstagausgaben) berichten. Die Regierung beruft sich bei ihren Angaben auf Zahlen der Bundesagentur für Arbeit.

Weiterlesen

8 Millionen Niedriglohnjobs im Jahr 2018 – Zwei Drittel aller Beschäftigten im Gastgewerbe im Niedriglohnbereich

8 Millionen Niedriglohnjobs im Jahr 2018

Meiste Niedriglohnjobs im Handel, höchster Niedriglohnanteil im Gastgewerbe

Pressemitteilung Nr. 416 vom 21. Oktober 2020  DESTATIS

WIESBADEN – Gut jede und jeder fünfte abhängig Beschäftigte (21 %) in Deutschland arbeitete im April 2018 im Niedriglohnsektor. Damit wurden rund 8 Millionen Jobs unterhalb der Niedriglohnschwelle (11,05 Euro brutto je Stunde) entlohnt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, waren das 393 000 Jobs mehr als im April 2014. Der Anteil der niedrigentlohnten Jobs an allen Beschäftigungsverhältnissen blieb unverändert.

Weiterlesen

Grundrente im Fokus: Wer es genau wissen will

Rente / 14.10.2020

Grundrente im Fokus: Wer es genau wissen will

Expertinnen der DRV Berlin-Brandenburg erläutern detailliert und mit vielen Beispielen, wie sich der neue Rentenzuschlag im Einzelfall auswirken kann.

Bild zum Beitrag "Grundrente im Fokus: Wer es genau wissen will". Das Bild zeigt mehrere Euro-Geldscheine aufgefächert in zwei Händen.

Bad Homburg (sth). Anfang Juli hat der Bundestag nach vielen Debatten und regierungsinternem Streit das Grundrentengesetz verabschiedet. Doch bevor ab dem Sommer des kommenden Jahres die ersten von schätzungsweise 1,3 Millionen anspruchsberechtigten Rentnerinnen und Rentnern den sogenannten Grundrentenzuschlag auf ihrem Konto vorfinden, müssen Rentenversicherungsträger und Finanzämter noch erhebliche Arbeit leisten. Beide Seiten seien dabei, „das Verfahren soweit wie möglich automatisiert durchzuführen“, heißt es in einem jetzt in der Fachzeitschrift „Deutsche Rentenversicherung“ (DRV) veröffentlichten Beitrag von drei Expertinnen der DRV Berlin-Brandenburg (Heft 3).

Weiterlesen

340.000 Kita-Plätze für unter Dreijährige fehlen

Herne: noch nicht einmal jedem vierten Kind unter drei Jahren steht ein Betreuungsplatz zur Verfügung !

Diesseits des formalen Rechtsanspruchs. Jetzt sind es schon mehr als 340.000 Kita-Plätze für unter dreijährige Kinder, die fehlen. Also möglicherweise…

Es wurde hier schon seit Jahren und mit Blick auf ganz unterschiedliche Themen darauf hingewiesen, dass es in der öffentlichen Berichterstattung geradezu eine Sucht gibt nach der einen (möglichst großen) Zahl, mit der (ebenfalls möglichst, wegen der erwarteten Resonanz) ein Problem auf den Punkt gebracht werden kann. Dieser Mechanismus lässt sich in der Pflege beobachten – wie viele Pflegekräfte fehlen in Deutschland? Oder hinsichtlich der Wohnungen und des Mangels an Wohnraum. Und auch in der Kindertagesbetreuung finden wir dieses Muster. Wie viele Erzieherinnen und Erzieher fehlen für die kleinen Staatsbürger? Oder wie an diesem Tag: Wie viele Kita-Plätze für die unter dreijährigen Kinder in unserem Land fehlen?

Weiterlesen

1 2 3 101