Herner Sozialforum

Atypische Beschäftigung: Teilzeit nimmt weiter zu / 2017: 7,7 Millionen atypisch Beschäftigte

ATYPISCHE BESCHÄFTIGUNG:

28/08/2018:

Auch 2017 kein Rückgang bei der atypischen Beschäftigung

(von Markus Krüsemann)

Das Statistische Bundesamt hat Ergebnisse des Mikrozensus zur Entwicklung der atypischen Beschäftigung für 2017 vorgelegt. Die Veränderungen sind marginal, die Entwicklung tritt quasi auf der Stelle. Angesichts der allgemeinen Dynamik am Arbeitsmarkt ist das ein schlechtes Zeichen.

Neben der Hans-Böckler-Stiftung, die per Datenbank umfassend Auskunft zur Entwicklung der atypischen Beschäftigung gibt, informiert das Statistische Bundesamt einmal jährlich über die Beschäftigungsentwicklung solcher Arbeitsverhältnisse. Präsentiert werden die Ergebnisse des Mikrozensus, einer jährlich durchgeführten Haushaltsbefragung, bei der in Form einer repräsentativen Stichprobe ein Prozent der Bevölkerung von Privathaushalten befragt wird.

 

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Horrorszenarien aus der Rentenkommission der GROKO: Den Namen Börsch-Supan sollte man/frau sich merken !

 

»Boah krass«
493 Milliarden Euro für ein bisschen mehr Rentenniveau?

Am 19. August formulierte Bundesfinanzminister und Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) gegenüber der Bild am Sonntag (BamS): »Wir werden darauf bestehen, dass die
Bundesregierung ein stabiles Rentenniveau auch in den Zwanziger- und Dreißigerjahren gewährleistet und ein plausibles Finanzierungsmodell vorlegt. Das hat für uns
hohe Priorität.« Seither scheint der politische Streit um Finanzierung und Leistungsniveau der Rentenversicherung neu entbrannt. Am 26. August präsentierte die Frankfurter Allgemeine Sontagszeitung (FAS) die vermeintlichen Folgekosten:

»Die Vorschläge (…) für ein stabiles Rentenniveau von 48 Prozent kosten unvorstellbare
Summen. Bis zum Jahr 2040 müssten dafür 493 Milliarden Euro aufgewendet werden (…) Das haben Berechnungen des renommierten Rentenökonomen Axel Börsch-Supan (…)
ergeben.« – Börsch-Supan ist pikanterweise eines von zehn Mitgliedern der von Arbeitsminister Heil eingesetzten unabhängigen Rentenkommission.

 

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„Armutsförderung“: Wachsende Lücke zwischen Regelbedarf (HartzIV) und Armutsgefährdungsschwelle

Absolute und relative Lücke zwischen Regelbedarf (HartzIV) und Armutsgefährdungsschwelle 2006 – 2017 (BIAJ)

Der Bundesrat hat am 3. November 2017 gemäß Artikel 80 Absatz 2 des Grundgesetzes der „Regelbedarfsstufen-Fortschreibungsverordnung 2018 (RBSFV 2018)zugestimmt. Der Regelbedarf in der „Regelbedarfsstufe 1“ stieg danach zum 1. Januar 2017 auf 409 Euro und beträgt seit dem 1.Januar 2018 416 Euro.

Die absolute und relative rechnerische Lücke zwischen Regelbedarf (Hartz IV) (ohne Kosten der Unterkunft und Heizung) und Armutsgefährdungsschwelle (siehe Abbildung unten) ist damit auch 2017 weiter gestiegen.

 

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Armutsgefährdungsquoten NRW nach soziodemografischen Merkmalen: von 2005 bis 2017 Zunahme bei über 65-jährigen um 66% !

Das Landesamt für Statistik NRW hat gestern am 23.8.2018 die neuesten Armutsgefährdungsquoten nach soziodemografischen Merkmalen präsentiert.

Die Entwicklung in den einzelnen Gruppen ist mehr als alarmierend.

Die nordrhein-westfälische Armutsgefährdungsquote ist für die gesamte Bevölkerung von 2005 bis 2017 um 29,9% gestiegen.

Die Altersgruppe der unter 18-jährigen weist eine Steigerung der Betroffenheit um 26,6% aus.

Die Altersgruppe der 18 bis unter 25-jährigen weist eine Steigerung der Betroffenheit um 26% aus. Dabei muss festgestellt werden, dass diese Altersgruppe eine größere Betroffenheit mit 29% ausweist, als die Heranwachsenden unter 18 Jahre mit 25,7% landesweit.

Der Anstieg der Armutsgefährdungsquote bei den über 65-jährigen in NRW für den oben erwähnten Zeitraum beträgt rund 66%.

Im Folgenden die komplette Statistik für NRW mit den Armutsgefährdungsquoten nach soziodemografischen Merkmalen:

ArmutsgefährdungsoziodemogrMerkmale

Armutsgefährdungsquoten: Raumregion Bochum/Hagen/Herne mit neuem Höchststand

Donnerstag, 23. August 2018
NRW: Drei Millionen Menschen von relativer Einkommensarmut betroffen

Drei Millionen und damit mehr als jeder sechste (17,2 Prozent) Einwohner Nordrhein-Westfalens hatte im Jahr 2017 ein Einkommen, das unterhalb der Armutsgefährdungsschwelle lag.

Düsseldorf (IT.NRW). Drei Millionen und damit mehr als jeder sechste (17,2 Prozent) Einwohner Nordrhein-Westfalens hatte im Jahr 2017 ein Einkommen, das unterhalb der Armutsgefährdungsschwelle lag. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als amtliche Statistikstelle des Landes mitteilt, hat die Armutsgefährdungsquote damit einen neuen Höchststand erreicht. 2007 war sie mit 14,5 Prozent noch um 2,7 Prozentpunkte niedriger ausgefallen.

Die Armutsgefährdungsquote variiert mit der Qualifikation der Person, die im Haushalt das höchste Einkommen bezieht: Mehr als zwei Fünftel (42,4 Prozent) der Haushalte von Geringqualifizierten waren 2017 in NRW von relativer Einkommensarmut betroffen (2007: 33,8 Prozent). Bei Haushalten von Personen mit mittlerem Qualifikationsniveau lag die Quote bei 14,2 Prozent (2007: 11,8 Prozent). Haushalte von Hochqualifizierten waren zu 6,1 Prozent von relativer Einkommensarmut betroffen (2007: 4,3 Prozent).

Die Ergebnisse basieren auf Berechnungen des Landesbetriebs IT.NRW. Nach der Definition der Europäischen Union gilt eine Person als armutsgefährdet, wenn ihr weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens (gemessen am Median) der Bevölkerung (hier: dem mittleren Einkommen in NRW) zur Verfügung steht. Die Armutsgefährdungsschwelle für Einpersonenhaushalte lag in NRW 2017 bei monatlich 968 Euro. Ergänzende Daten zur relativen Einkommensarmut in den Bundesländern und dem gesamten Bundesgebiet sowie zusätzliche Sozialindikatoren stehen unter
www.amtliche-sozialberichterstattung.de (link is external) zur Verfügung. (IT.NRW)

 

Kinderarmut deutlich höher als gedacht

22.08.2018
Kinderarmut deutlich höher als gedacht: 4,4 Millionen Kinder sind nach Berechnungen des DKSB betroffen – Dunkelziffer liegt bei 1,4 Millionen

Es ist ein Armutszeugnis für ein reiches Land: Etwa 4,4 Millionen Kinder in Deutschland sind von Armut betroffen – rund 1,4 Millionen mehr, als in der Öffentlichkeit bisher bekannt. Das haben Berechnungen des Kinderschutzbundes (DKSB) aufgrund vorliegender Zahlen ergeben. Der DKSB fordert die Bundesregierung auf, mit konkreten Maßnahmen und Reformen gegen Kinderarmut vorzugehen.

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Aktionsprogramm der Landesregierung gegen Armut von Kindern und Jugendlichen: Was passiert in Herne ?

 

Land stellt jährlich acht Millionen Euro zur Bekämpfung der Kinderarmut bereit

Westfalen (wh). Das NRW-Sozialministerium hat ein neues Programm zur Bekämpfung der Kinderarmut in NRW aufgelegt. Für das Aktionsprogramm „Zusammen im Quartier – Kinder stärken – Zukunft sichern“ stehen jährlich acht Millionen Euro zur Verfügung, erklärte NRW-Sozialminister Karl-Josef Laumann.

Wie aus der neuesten Kurzanalyse zur Sozialberichterstattung des Landes hervorgeht, sind in einigen Teilen Westfalens besonders viele Kinder von Armut betroffen. So beziehen etwa in Gelsenkirchen mehr als 40 Prozent der Minderjährigen den Mindestsicherungsbetrag.
Auch in Dortmund, Herne, Bochum und Hagen ist ihr Anteil mit mehr als 26 Prozent größer als im Landesdurchschnitt (ca. 20 Prozent). In Reken im Kreis Borken sind es dagegen nur 4,1 Prozent.

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Armut: Sozialminister wollen über Kindergrundsicherung beraten/ Forderung 619,-Euro pro Kind und Monat

16.08.2018

Arbeits- und Sozialminister beraten über Kindergrundsicherung – Das Bündnis KINDERGRUNDSICHERUNG nennt Kriterien für eine mutige Reform


Die Arbeits- und Sozialministerkonferenz (ASMK) will noch in diesem Jahr ein Konzept für die Einführung einer Kindergrundsicherung vorlegen. Das Bündnis KINDERGRUNDSICHERUNG fordert eine konsequente und mutige Reform und nennt Kriterien, an denen sich die Pläne messen lassen müssen. Oberstes Ziel muss sein, die Kinderarmut entschlossen zu bekämpfen und das Existenzminimum für alle Kinder zu sichern. Der Vorschlag, für den das Bündnis seit fast 10 Jahren eintritt, sieht eine Kindergrundsicherung in Höhe von derzeit 619 Euro pro Kind und Monat vor, die mit steigendem Haushaltseinkommen abgeschmolzen wird.

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Verschuldung in Herne: Bundesweit höchster Anstieg seit 2003 / Nur Pirmasens, Wuppertal und Bremerhaven weisen höhere Schuldnerquoten auf

SchuldnerAtlas Deutschland 2017
Leichter Anstieg überschuldeter Verbraucher
Die Überschuldung von Privatpersonen in Deutschland ist seit 2014 zum vierten Mal in Folge angestiegen, allerdings weniger stark als zu befürchten war. Zum Stichtag 1. Oktober 2017 wurde für die gesamte Bundesrepublik eine Überschuldungsquote von 10,04 Prozent gemessen. Damit sind über 6,9 Millionen Bürger über 18Jahre überschuldet und weisen nachhaltige Zahlungsstörungen auf. Dies sind rund 65.000 Personen mehr als noch im letzten Jahr (+ 0,9 Prozent). Die Überschuldungsquote sinkt leicht, da die Bevölkerung nochmals spürbar zugenommen hat.
So zeigen wie bereits im letzten Jahr die Städte Herne (17,85 Prozent; zu 2004: + 5,10 Punkte), Wiesbaden (16,66 Prozent; + 3,90 Punkte) sowie der Stadtkreis Pforzheim (14,66; + 3,79 Punkte) im Langzeitvergleich 2004 / 2017 die höchsten Anstiege der Überschuldungsquoten. Danach folgt die Stadt Gelsenkirchen (17,76 Prozent; + 3,65 Punkte), die wie Herne zu den Kernstädten des Ruhrgebiets zählt.
Die stärksten Langzeit-Verbesserungen zeigen wie bereits im Vorjahr drei ostdeutsche Städte: Erfurt (11,17 Prozent; – 3,54 Punkte), Weimar (10,75 Prozent; – 3,45 Punkte) und Frankfurt /Oder (12,64 Prozent; – 2,63 Punkte).
Last but not least sind auf den drei letzten Plätzen derStädte mit über 400.000 Einwohnern über 18 Jahren wiederum (und wie im Vorjahr) drei Ruhrgebietsstädte zu finden: Duisburg (17,08 Prozent; + 0,45 Punkte), Dortmund (14,44 Prozent; – 0,02 Punkte) und Essen (13,76 Prozent; + 0,17 Punkte), von denen zwei weitere Anstiege der Über-schuldungsquote aufweisen.
Im Ranking die Städte und Kreise mit den höchsten Schuldnerquoten in Deutschland:
Das gesamte Ranking mit den Schuldnerquoten für Deutschland:
Der gesamte Bericht:
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