Längst sind nicht mehr nur Arbeitslose von Armut betroffen- Je reicher das Land, desto mehr Arme- NRW Spitzenreiter

Armutsbericht 2018: NRW

Statement von Christian Woltering, Landesgeschäftsführer des Paritätischen NRW:

„Wir brauchen eine offensive Sozialpolitik.“

„NRW ist trauriger Spitzenreiter aller Bundesländer: Allein im Jahr 2017 ist die Armutsquote um 5 Prozent gestiegen: von 17,8 auf 18,7 Prozent. Kein Bundesland weist in den letzten 10 Jahren eine schlechtere Entwicklung auf. An den Symptomen herumdoktern reicht da längst nicht mehr.

Schlechte Jobs und fehlende Altersvorsorge:  Jede/-r kann in die Armutsfalle tappen. Die steigende Armut ist Resultat einer in vielerlei Hinsicht verfehlten Sozial- und Gesellschaftspolitik, nicht zuletzt durch die Hartz-Reformen.

Im vom Strukturwandel besonders herausgeforderten NRW zeigen sich diese Verwerfungen unverblümt: Längst sind nicht mehr nur Arbeitslose von Armut betroffen. Es kann jeden treffen. Zwei Drittel der erwachsenen Armen arbeitet, ist in Ausbildung oder in Rente – aber es reicht vorne und hinten nicht zum Leben.

Hier darf sich die NRW-Landesregierung nicht zurück lehnen. Ohne Frage, arbeitsmarkt- und sozialpolitische Reformen auf Bundesebene sind mehr als überfällig. Aber das reicht nicht. Eine Wohnungspolitik, die auch die Bedürfnisse einkommensschwacher Menschen im Blick hat? Bedingungen in Kitas und OGS, unter denen die Vereinbarkeit von Beruf und Familie nicht länger nur eine Worthülse ist? Das ist Landespolitik! Wir brauchen eine offensive Sozialpolitik in NRW, um die Abwärtsspirale in unserem Bundesland zu stoppen.“

Für die gesetzliche Absicherung der OGS: Erhebliche Unterfinanzierung von Seiten des Landes- 170 Euro mehr pro Platz und Schuljahr ein Witz

Petition für besseren Offenen Ganztag erfolgreich

NRW-Wohlfahrtsverbände überreichen 55.800 Unterschriften an zuständige Ministerien

„Wir bleiben dran! Wir fordern ein Rettungspaket für den Offenen Ganztag!“ So lautete das Leitwort einer Kampagne der NRW-Wohlfahrtsverbände, darunter der Paritätische NRW. Die Aktion startete nach den Sommerferien und lief bis Ende November. 55.800 Unterschriften kamen in den wenigen Wochen zusammen. Mehr als 20.000 Menschen zeichneten eine Online-Petition, tausende Unterschriften auf Listen und Postkarten gingen an das Ministerium für Schule und Bildung.

Gute OGS darf keine Glückssache sein

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Schulen in Herne und Gelsenkirchen kämpfen mit den größten Problemen-Fakten zur Diskussion über Talentschulen im Revier

Kompetenzniveau 1 oder weniger umfasst die Risikoschüler

Herne:

Mathematik       35% Risikoschüler oder unterstes Kompetenzniveau

Deutsch lesen    34% Risikoschüler oder unterstes Kompetenzniveau

Englisch lesen    40% Risikoschüer  oder unterstes Kompetenzniveau

(Quelle: Landtagsdrucksache 16/12 518)

Schulen in Herne und Gelsenkirchen kämpfen mit den größten Problemen- und dann noch akuter Lehrermangel- 8 Stellen allein an der Wanne-Eickeler Gesamtschule unbesetzt

Fakten zur Diskussion über Talentschulen im Revier

 

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„In Nordrhein-Westfalen gibt es 800 bis 1000 Schulen in sozialen Brennpunkten. Die müssten alle wie Talentschulen behandelt werden.“

 

Die Landesregierung will insgesamt 60 #Talentschulen in sozialen Brennpunnkten einrichten. Dort sollen u.a. zusätzliche Lehrerinnen und Lehrer arbeiten. Schon im Sommer hat die Vorsitzende unserer Bildungsgewerkschaft GEW Nordrhein-Westfalen Dorothea Schäfer kritisiert, dass wir keine weiteren Leuchtturmprojekte brauchen, sondern alle Schulen in sozialen Brennpunkten Unterstützung nötig haben: https://correctiv.org/ruhr/2018/06/08/lehrerverbaende-in-nrw-kritisieren-talentschulen

CORRECTIV.Ruhr

Lehrerverbände in NRW kritisieren Talentschulen

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Baustelle Deutschland. Solidarisch anpacken! Der Armutskongress 2019- 10. /11. April 2019-Berlin

Baustelle Deutschland. Solidarisch anpacken!

Der Armutskongress 2019

10. und 11. April 2019

Ob Mindestlohn, Bildungs- und Teilhabepaket oder Mietpreisbremse – keine der Bundesregierungen der vergangenen Jahrzehnte war bisher tatenlos, aber keine hat die Armut wirksam zurückgedrängt. Trotz boomender Wirtschaft steigt die Armut in diesem reichen Land Jahr für Jahr. Auch die jetzige Regierung schraubt weiter an den sozialen Systemen und hat sich einiges vorgenommen: Rentenpakete, Sozialer Arbeitsmarkt, Pflegesofortprogramm. Sozialpolitisch gleicht Deutschland einer Dauerbaustelle. Doch das Thema Armut werden wir so nicht los.

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Armutsbericht 2018: Hoher Anteil Erwerbstätiger (33,2 %) und Rentnerinnen und Rentner (24,8 %) unter der Gesamtheit der erwachsenen Armen

Das ist der Zusammenhang: Je reicher dieses Land, desto ärmer werden immer mehr Menschen !

 

 

 

Armutsbericht 2018: Paritätischer korrigiert falsche Bilder der Armut und fordert neue Armutspolitik

Pressekonferenz vom 13.12.2018

Ein Drittel der erwachsenen Armen in Deutschland ist erwerbstätig, jede*r vierte arme Erwachsene ist in Rente oder Pension und nur ein Fünftel ist arbeitslos, so nur einer der vielen brisanten Befunde des aktuellen Armutsberichts des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes. Der Verband, für den die Paritätische Forschungsstelle mit Daten des Sozio-oekonomischen Panels (DIW) gerechnet hat, legt mit dem Bericht eine aktuelle Bestandsaufnahme der Armut in Deutschland vor. Ein Novum ist, dass der Bericht unter anderem erstmals der Frage nachgeht, wer die rund 13,7 Millionen Menschen, die in Deutschland in Armut leben, faktisch sind. Er räumt dabei mit diversen Klischees und Vorurteilen auf. So trifft offenbar auch die gängige Formel, Bildung allein schütze vor Armut, nicht zu: Wie die Analyse des Paritätischen zeigt, weisen fast drei Viertel der ab 25-jährigen Armen ein mittleres oder sogar hohes Qualifikationsniveau auf.

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Jahresabschlusstreffen Herner Sozialforum 20.Dezember 2018

Freundinnen und Freunde                                                                                         Herne, 12. Dezember 2018

des Herner Sozialforums

                                                            

Herzliche                                 

Einladung

Jahresabschluss

 

Liebe Freundinnen und Freunde,

ein aufregendes und spannendes Jahr neigt sich seinem Ende zu und wir wollen

uns nochmal in gemütlicher Runde zum traditionellen Jahresabschluss treffen.

Donnerstag, 20. Dezember 2018 um 17:00 Uhr

im neuen ver.di-Büro Herne, Heinrichstr.17

Vorschlag einer Tagesordnung:

  1. Rückblick 2018 und
  1. Planung 2019

 Über mitgebrachtes Gebäck /Plätzkess o.ä. täten wir uns freuen ….

Herzliche Grüße

Sprecherinnenkreis

Frank Sichau     Edith Grams     Franz-Josef Strzalka          Norbert Arndt

Paketdienste: Viele Zusteller arbeiten zu miserablen Löhnen-70% Aushilfskräfte-50% unterhalb der Niedriglohnschwelle

Paketdienste Viele Zusteller arbeiten zu miserablen Löhnen- auch in Herne

Paketboten sind zu 70 Prozent ungelernte Hilfskräfte.
  • Nur 30 Prozent der Beschäftigen in Zustelldiensten haben eine Ausbildung; 70 Prozent sind Hilfskräfte, arbeiten zum Großteil in Teilzeit oder als Minijobber.
  • Mehr als die Hälfte der Aushilfen bleibt unterhalb der Niedriglohnschwelle, erhält also weniger als 10,50 Euro pro Stunde.
  • Tatsächlich dürfte die Lage noch schlechter sein. Denn die Statistik erfasst keine selbständigen oder gar scheinselbständigen Fahrer.
Von Benedikt Müller, Düsseldorf

Stunde um Stunde fahren sie umher, schleppen Pakete bis unters Dach – und nicht selten müssen sie wiederkommen, weil gerade keiner da war: Mehr als 490 000 Menschen arbeiten mittlerweile bei Post- und Zustelldiensten in Deutschland, wie die Bundesagentur für Arbeit nun ausgewertet hat. Vor allem Paketfirmen heuern vor Weihnachten Tausende Beschäftigte zusätzlich an, damit Geschenke rechtzeitig ankommen. Der Boom des Onlinehandels hat viele Arbeitsplätze in der Logistik geschaffen, oftmals allerdings zu jämmerlichen Konditionen.

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Ausgaben für Kinder- und Jugendhilfe: NRW-Steigerung um 9% – Steigerung in Herne 7,7%

Ausgaben für Kinder- und Jugendhilfe stiegen 2017 in NRW um 9,0 Prozent

Herne:

Erstmals über 100 Millionen Ausgaben – Steigerung von 2016 auf 2017 um 7,7%

Ausgaben für Tageseinrichtungen für Kinder steigen um 7,7%.

Hilfen zur Erziehung und weitere Hilfen steigen um 4,5%.

 

Im Jahr 2017 wurden in Nordrhein-Westfalen
10,3 Milliarden Euro für Leistungen und Aufgaben der
öffentlichen Kinder- und Jugendhilfe ausgegeben.

Düsseldorf (IT.NRW). Im Jahr 2017 wurden in Nordrhein-Westfalen
10,3 Milliarden Euro für Leistungen und Aufgaben der öffentlichen Kinder-
und Jugendhilfe ausgegeben. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen
als Statistisches Landesamt mitteilt, waren das 850 Millionen Euro bzw.
9,0 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Nach Abzug von Einnahmen (Gebühren,
Teilnahmebeiträge u. Ä.) in Höhe von 658 Millionen Euro beliefen sich die
Nettoausgaben auf 9,7 Milliarden Euro. Die bereitgestellten Mittel flossen
in Einrichtungen der Jugendhilfe sowie der Einzel- und Gruppenhilfen
(inklusive Personalkosten für die Jugendhilfeverwaltung).

Von den Gesamtausgaben in Höhe von 10,3 Milliarden Euro entfielen
6,1 Milliarden Euro auf die Einrichtungen der Jugendhilfe; das waren
11,9 Prozent mehr als im Jahr 2016. Weitere 4,3 Milliarden Euro flossen in
die Einzel- und Gruppenhilfe (+5,0 Prozent).

Der überwiegende Teil (54,3 Prozent) der Ausgaben der Kinder- und
Jugendhilfe in Nordrhein-Westfalen wurde für den Bereich der
Tageseinrichtungen für Kinder aufgewendet. Die Ausgaben lagen hier bei
5,6 Milliarden Euro (+13,1 Prozent); ein Jahr zuvor hatte dieser Betrag
noch bei 5,0 Milliarden Euro gelegen. Den Schwerpunkt im Bereich der Einzel-
und Gruppenhilfen bildeten die Hilfen zur Erziehung, die Eingliederungshilfe
für seelisch behinderte Kinder und Jugendliche, die Hilfen für junge
Volljährige sowie die vorläufigen Schutzmaßnahmen. 2017 beliefen sich die
Ausgaben in diesem Leistungsbereich auf 3,0 Milliarden Euro; das waren
98 Millionen Euro (+3,3 Prozent) mehr als im Jahr 2016. (IT.NRW)

(354 / 18) Düsseldorf, den 12. Dezember 2018

Weitere Informationen:
Ausgaben/Auszahlungen für die Kinder- und Jugendhilfe in NRW 2016 und 2017
(Kreisergebnisse)
https://www.it.nrw/atom/6445/direct

10% aller Leistungsbezieher in Hartz-IV von Kürzungen betroffen-7.200 Menschen für drei Monate mittellos-Knapp die Hälfte war jünger als 25 Jahre

Karlsruhe prüft Hungerstrafen

Bundesverfassungsgericht wird im Januar 2019 erstmals über Hartz-IV-Sanktionen verhandeln.

Anwälte der Regierung übergehen vorherige Urteile

Von Susan Bonath (Quelle: junge welt, 12.12.2018)
Petitionsausschuss_z_37642052.jpg

Seit Jahren wird bislang vergebens gegen den staatlichen Umgang mit Langzeitarbeitslosen protestiert (Berlin, 17.3.2014)

Die Zahl der Hartz-IV-Bezieher ist leicht gesunken, die Sanktionswut der Jobcenter aber ungebrochen.

Zwischen September 2017 und August 2018 war mehr als jeder zehnte erwerbsfähige Leistungsbezieher (rund 413.000) von einer Kürzungsstrafe betroffen. Das geht aus am Montag veröffentlichten neuen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit (BA) hervor.

Allein in diesem August hatten die Jobcenter mehr als 7.200 Mittellosen die gesamten Bezüge einschließlich Mietzuschuss für drei Monate gestrichen – Existenzminimum hin oder her.

Knapp die Hälfte der Sanktionierten war jünger als 25 Jahre.

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