Seit 2003 rapider Anstieg der Beschäftigten mit Nebenjob, in Herne 2.625 Betroffene, im Durchschnitt 570 Euro weniger Monatsverdienst als Personen mit einem Job

Herner Zahlen:

Von März 2008 bis März 2018 stieg die Anzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten mit einem Nebenjob von 2.124 auf 2.625 Betroffenen.
D.h. die Stadt Herne verzeichnet für die vergangenen 10 Jahren einen Anstieg von 23,6 % der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten mit einem Nebenjob.

Immer mehr Menschen in NRW brauchen Nebenjobs

Matthias Korfmann

Immer mehr Arbeitnehmer in NRW sind darauf angewiesen, zusätzlich zu ihrer Hauptbeschäftigung noch nebenbei zu arbeiten. In den vergangenen zehn Jahren stieg die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten insgesamt deutlich um etwa 20 Prozent. Der Zuwachs bei den so genannten Mehrfachbeschäftigten fiel prozentual aber viel stärker aus. Ende 2017 gab es in NRW rund 600.000 Menschen, die zusätzlich zum Hauptjob nebenbei arbeiteten, meistens in einem „Minijob“. Zehn Jahre zuvor waren es rund 350.000.

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Gewalt an Schulen: auch Folge von Vereinsamung, Entsolidarisierung, Egoismus, Rechtspopulismus und der prekären sozialen Lage

Carsten Piechnik

Gewalt an Schulen: Interview örtlichem GEW-Vorstand

Carsten Piechnik.

Carsten Piechnik.

Foto: Ralph Bodemer

Herne. Der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) gehören zu über 60 Prozent Lehrer an.

Die WAZ sprach mit dem örtlichen GEW-Vorstand Carsten Piechnik rund um das Thema Gewalt an Schulen.

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„Da bläst die SPD wieder bloß die Backen auf.“ – Interview mit Christoph Butterwegge zu sozialen Problemen in Deutschland

Ein informatives Interview: von Altersarmut, über Mietwahnsinn, über Mindestlohn bis zum Bildungs- und Teilhabepaket für Kinder

Christoph Butterwegge: „Die Altersarmut wird sogar noch zunehmen“

 

Der Politikwissenschaftler Christoph Butterwegge fordert zur Bekämpfung von Armut eine Erwerbstätigen- oder Bürgerversicherung, in die alle einzahlen müssten.
Bild: Federico Gambarini, dpa
Exklusiv Immer mehr Menschen haben Angst vor Altersarmut. Zu Recht, sagt der Politikwissenschaftler Christoph Butterwegge und geht mit der Politik hart ins Gericht.
 
 

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Kinder aus „sozial starken“ Familien bekommen fast vier Mal häufiger eine Empfehlung fürs Gymnasium als Kinder aus (Fach-)Arbeiterfamilien mit vergleichbaren Schulleistungen.

Allen Versprechungen zum Trotz:

Das Bildungs- und Ausbildungssystem Deutschlands lässt zu viele Menschen zurück

Vor genau zehn Jahren, am 22. Oktober 2018, verkündeten die Regierungschefs von Bund und Ländern auf ihrem Dresdener Bildungsgipfel ein durchaus anspruchsvolles bildungspolitisches Programm.

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2017: erstmalig weniger als 50% aller Beschäftigten mit Tarifbindung

Mehr Tarifbindung in Zeiten abnehmender Tarifbindung? Gewerkschaftliche Fragezeichen und eine „Wünsch-dir-was-Welt“ der Arbeitgeberfunktionäre

„Wir sind heute bei der Arbeitszeit so flexibel, dass jede Behauptung, die Tarifverträge behinderten passgenaue betriebliche Lösungen, entweder bösartig ist oder in Unkenntnis der Tarifverträge erfolgt“.
(Dieter Hundt, Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, Handelsblatt, 20. April 2000)

Diese wegweisende Aussage des damaligen Chefs der BDA wurde vor 18 Jahren gemacht – aber auch heute noch wird im öffentlichen Diskurs von interessierter Seite immer wieder das Narrativ in die Öffentlichkeit geworfen, dass die Tarifverträge die Flexibilität reduzieren würden, einen Hemmschuh darstellen. Man kann sich sogleich vorstellen, was dann an Änderungsvorschlägen vorgetragen wird. Aber bevor wir einen genaueren Blick auf die tarifpolitischen Aussagen der Arbeitgeber werfen, muss man zur Kenntnis nehmen, dass der seit Mitte der 1990er Jahre zu beobachtende Sinkflug der Tarifbindung weiter anhält, wenn man sich die neuesten Daten anschaut:

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Mindestlöhne zwischen 11,32 Euro und 16,38 Euro sichern das Existenzminimum je nach Referenzgröße und Wochenarbeitszeit

Interessante Zahlen von Dr. Steffen für die Diskussion von zeitgemäßen Mindestlöhnen, die das Existenzminimum berücksichtigen.

Löhne, Renten und Existenzminimum

Dr. Johannes Steffen | 17.10.2018 | © www.portal-sozialpolitik.de

Hintergrund-Daten

Löhne, Renten und Existenzminimum

Ein komplexes Geflecht

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SGB II-Quoten der Kinder und Jugendlichen im Jahresvergleich 2016 und 2017: in Herne fast jedes dritte Kind im „HartzIV-Bezug“

SGB II-Quoten der Kinder und Jugendlichen für alle Kreise und Länder im Jahresvergleich 2016 und 2017

(BIAJ) Die 401 Kreise von Gelsenkirchen bis Pfaffenhofen a.d.Ilm, die 15 Großstädte von Essen bis München und die 16 Länder von Bremen bis Bayern: Ein Kreis-, Großstadt- und Ländervergleich der vom Bremer Institut für Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe (BIAJ) neu berechneten SGB II-Quoten (Hartz IV)in sechs Altersgruppen (0 bis unter 3, 3 bis unter 6, 6 bis unter 15, 15 bis unter 18, 0 bis unter 15 und 0 bis unter 18 Jahre)- auf Grundlage der Bevölkerungsfortschreibung bis Ende 2017 und Daten der Statistik der Bundesagentur für Arbeit.

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Arm trotz Arbeit ? 3.754 „Aufstocker“ in Herne

Herner Zahlen (Stand März 2018):

Aufstocker   3.754 insgesamt

davon Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte:  1.743

davon in Vollzeit 471, Auszubildende  151, in Teilzeit  1.272

Geringfügig Beschäftigte:  1.464

 

Arm trotz Arbeit? Jeder zweite Aufstocker ist sozialversicherungspflichtig beschäftigt

 

Rund ein Viertel der knapp 4,26 Millionen erwerbsfähigen Hartz-IV-Empfänger geht einer Erwerbstätigkeit nach. Bei der anschließenden Frage nach dem Ausmaß der Erwerbsarmut gibt es allerdings unterschiedliche Meinungen.

Knapp 1,11 Millionen Erwerbstätige im Hartz-IV-Bezug zählte die Statistik der Bundesagentur für Arbeit (BA) im März 2018. Während einige das Indiz für ausufernde Erwerbsarmut werten, wehren sich andere Stellen, wie zum Beispiel das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Köln vehement gegen diese Lesart der Statistik. Wer hat also recht?

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Dem Gute-KiTa-Gesetz droht die Bedeutungslosigkeit – Stellungnahme der Wohlfahrtsverbände und der Gewerkschaften

Dem Gute-KiTa-Gesetz droht die Bedeutungslosigkeit

(Quelle: Paritätischer Wohlfahrtsverband)

Die Initiative „Qualitätsversprechen einlösen“ von freien Trägern und Gewerkschaften macht anlässlich der ersten Lesung des Gute-KiTa-Gesetzes im Bundestag auf die massiven Schwachstellen des Gesetzentwurfs aufmerksam. Es verfehlt deutlich die ursprünglich gemeinsam von Bund, Ländern und Kommunen gesteckten Ziele

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17. Oktober 2018 Internationaler Tag zur Beseitigung der Armut: 217.449 leistungsberechtigte Kinder in NRW erhalten keine Förderung aus dem Bildungs- und Teilhabepaket des Bundes. In sechs Ruhrgebietsstädten werden 51.039 Kinder nicht aus diesem Programm gefördert !

 

17. Oktober 2018 Internationaler Tag zur Beseitigung der Armut

Förderung von bedürftigen Kinder findet im Ruhrgebiet kaum statt

217.449 leistungsberechtigte Kinder erhalten keine Förderung aus dem Bildungs- und Teilhabepaket des Bundes

In sechs Ruhrgebietsstädten werden 51.039 Kinder nicht aus diesem Programm gefördert !

Wer sich den aktuellen Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung durchliest, findet darin beruhigende Befunde: „Durch das Bildungs- und Teilhabepaket wird das spezifische sozio-kulturelle Existenzminimum von hilfebedürftigen Kindern gesichert“, heißt es da. Übersetzt also: In Deutschland lernen auch arme Hartz-IV-Kinder Musikinstrumente und gehen in Sportvereine.

Das Problem ist nur: Das stimmt nicht.

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