Betreuungsquoten unter Dreijährige: Herne liegt weit unter dem Bundes- und Landesdurchschnitt mit 22,2% Betreuungsquote

Heute am 26.9.2018 veröffentlichte das IT.NRW die aktuellen Zahlen zur Versorgungssituation im Land NRW mit Betreuungsplätzen in Tageseinrichtungen für Kinder und in der öffentlich geförderten Kindertagespflege für die Jahre 2017 und 2018.

Die Betreuungsquote in der Stadt Herne liegt weit unter dem Bundes- und Landesdurchschnitt von Nordrhein-Westfalen.

NRW weist am 1.März 2018 eine Betreuungsquote von 27,2 % auf (Vorjahr 26,3%).

Die Stadt Herne liegt mit einer aktuellen Betreuungsquote für unter Dreijährige erheblich darunter, nämlich mit 22,2% .

Bereits im Vorjahr wies die Stadt Herne diese Quote auf, woraus geschlossen werden kann, das sich in den vergangenen 12 Monaten an der Versorgungssituation in Herne für die unter Dreijährigen trotz vieler vollmundiger Erklärungen nichts Wesentliches geändert hat.

Was dem Betrachter sofort ins Auge springt, sind die abweichenden Zahlen der Stadt Herne und des Landesamtes für Statistik von Nordrhein-Westfalen.

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„Der Rechtsanspruch ist sichergestellt.“ (Jugendamt Herne) Trotz langer Wartelisten / Teilweise Aufstockung der Anzahl der Plätze um 10%

Lange Wartelisten: In Herner Kitas fehlen Betreuungsplätze

Theo Körner und Katrin Meinke

 

„Wir haben in unseren Einrichtungen mehr Anfrage als Plätze“, sagt Elisabeth Weyen, Geschäftsführerin der Kindergartengemeinschaft des Evangelischen Kirchenkreises. Die Listen seien „gut gefüllt“, sagt auch Nils Gronemeyer, Sprecher der Katholischen Einrichtungen im Östlichen Ruhrgebiet. Von den drei Herner Einrichtungen der Arbeiterwohlfahrt, „hat jedes Haus Wartelisten mit 150 Namen“, erklärt Christopher Becker, Sprecher der Awo Ruhrgebiet-Mitte.

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Armutsgefährdungsquoten für junge Menschen unter 18 Jahren im Ländervergleich: NRW verzeichnet Zunahme von 2007 bis 2017 um 28,5%

BIAJ-Materialien

Kinder und Jugendliche: Armutsgefährdungs- und SGB-II-Quoten – Ländervergleich 2007 bis 2017

(BIAJ) Wie hat sich die sogenannte Armutsgefährdungsquote1 bei den Kindern und Jugendlichen im Alter von unter 18 Jahren in den Jahren 2007 bis 2017 in der Bundesrepublik Deutschland, in West- und Ostdeutschland und in den Ländern entwickelt?

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Armutsgefährdungsquoten nach Bundesländern 2017: von einheitlichen Lebensverhältnissen keine Spur

In welchen Bundesländern das Armutsrisiko am höchsten ist

24.9.2018 – Das Statistische Bundesamt hat jetzt die Armutsgefährdung für die Bevölkerung nach Bundesländern aufgeschlüsselt. Die Gefahr war 2017 in Bremen am größten, in Baden-Württemberg und Bayern am niedrigsten. Zu den Verlierern insgesamt gehörten wieder Kinder, Alleinerziehende und Arbeitslose.

Die Armutsgefährdungsquote war 2017 nach aktuellen Daten des Statistischen Bundesamts (Destatis) in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich stark ausgeprägt.

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„Alle politischen Akteure kennen die Probleme dieser Stadt, die muss man nicht noch extra in einem Armutsbericht zusammenfassen.“ Oder warum die Stadt Herne keinen Sozialbericht hat

Aus der historischen Fundgrube ein Artikel aus der Berliner Tageszeitung TAZ zum Abschlussbericht des damaligen „Runden Tisches Kinderarmut“ in Herne aus dem Jahr 2004. Trotz massiver Ballung von sozialen Problemen in unserer Stadt im Jahr 2018 gibt es bis heute keine öffentliche systematische Sozialberichterstattung in Herne im Unterschied zu anderen Städten. Die politische Funktion dieses Umstandes liegt auf der Hand: man befürchtet einen Imageschaden für die Stadt. Die Probleme bleiben und haben ihre Auswirkungen im sozialen, kulturellen und politischen Miteinander in unserer Stadt. Dabei ist eines klar: viele soziale Verwerfungen entstehen aufgrund der Politik auf der Bundesebene. Das kann aber kein Argument gegen eine professionelle Sozialberichterstattung in unserer Stadt sein.

gez. Norbert Kozicki Dipl.Soz.Wiss

Herne gibt sich ein Armutszeugnis

Seit mehr als zwei Jahren sitzen Herner Politiker, Verwaltungsbeamte und Wohlfahrtsverbände um einen „Runden Tisch Kinderarmut“. Offenbar erfolglos: Der Abschlussbericht liefert weder Fakten noch Handlungsansätze (24.7.2004)

HERNE taz ■ „Armutsberichte ziehen die Herner Bevölkerung nur psychisch runter“, sagt der sozialpolitische Sprecher der Herner SPD. Volker Bleck findet es deshalb nicht so schlimm, dass im Abschlussbericht des Runden Tisches Kinderarmut eigentlich nichts über Hernes arme Kinder drinsteht. „Im Herner Sozialbericht stehen genügend Fakten über Sozialhilfebezug und Arbeitslosigkeit drin“, sagt der Sozialdemokrat. „Alle politischen Akteure kennen die Probleme dieser Stadt, die muss man nicht noch extra in einem Armutsbericht zusammenfassen.“ Mehr als ein weiterer Schlag gegen das Selbstbewusstsein der Herner Bevölkerung sei das nicht und in einer derart finanzschwachen Kommune wie Herne seien aufwändige soziale Lösungen sowieso nicht umsetzbar.

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Freie Wohlfahrtspflege kritisiert Sanktionspraxis gegen Hartz-IV-Empfänger: Besonders unter 25-Jährige hart betroffen

In Nordrhein-Westfalen gab es zuletzt wieder mehr Sanktionen gegen Hartz-IV-Empfänger, wie aus dem aktuellen Arbeitslosenreport der Freien Wohlfahrtspflege NRW hervorgeht. Vier von fünf Sanktionen wurden aufgrund eines verpassten Termins beim Jobcenter verhängt. Die Kürzungen treffen unter 25-Jährige besonders hart.

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Zum Weltkindertag 2018: Bildungs- und Teilhabepaket für Kinder (6 bis 15 Jahre) – In Herne nur von 11,6 % aller Leistungsberechtigten in Anspruch genommen

 

Wer sich den aktuellen Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung durchliest, findet darin beruhigende Befunde: „Durch das Bildungs- und Teilhabepaket wird das spezifische sozio-kulturelle Existenzminimum von hilfebedürftigen Kindern [……] gesichert“, heißt es da. Übersetzt also: In Deutschland lernen auch arme Hartz-IV-Kinder Musikinstrumente und gehen in Sportvereine.

Das Problem ist nur: Das stimmt nicht.

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Wie wirken Mietpreisbremse, Sozialer Wohnungsbau, Wohngeld ? Neue Studie Hans-Böckler-Stiftung

Herne ohne Mietsenkungspotential durch Mietpreisbremse: Anteil der Haushalte in Herne, die mehr als 30% ihres Nettoeinkommens fürs Wohnen ausgeben müssen, bleibt hoch.
Wie wirken Mietpreisbremse, Sozialer Wohnungsbau, Wohngeld? Neue Studie untersucht 77 Großstädte von Aachen bis Würzburg

Wohngeld, finanzielle Förderung von Sozialwohnungen und die Mietpreisbremse – das sind die drei zentralen Instrumente, mit denen der deutsche Staat versucht, Wohnen auch für Menschen mit geringeren Einkommen bezahlbar zu machen. Derzeit erreicht keines die gesetzten Ziele vollständig, allerdings aus ganz unterschiedlichen Gründen, ergibt eine neue, von der Hans-Böckler-Stiftung geförderte Studie*. So ist die Förderung von Sozialwohnungen grundsätzlich wirksam, um eine bezahlbare Wohnraumversorgung zu erreichen, schließlich erhöht dieses Instrument direkt das Wohnraumangebot. Als problematisch sehen die Forscher die Befristungen der Förderprogramme an, weil sie dem Aufbau eines dauerhaft leistbaren Wohnungsbestandes entgegenstehen. Zudem ist das aktuelle Fördervolumen nach gut zwei Jahrzehnten Flaute im öffentlichen Wohnungsbau viel zu niedrig, zeigen die Studienautoren, Stadtsoziologen an der Humboldt-Universität zu Berlin. In den zehn größten deutschen Städten, in denen die Wohnungsnot besonders ausgeprägt ist, würde es beispielsweise beim aktuellen Förderumfang rund 185 Jahre dauern, um die aktuelle Lücke an günstigen Wohnungen zu schließen (detaillierte Ergebnisse unten). Die Mietpreisbremse wiederum ist bislang durch zahlreiche Ausnahmen und praktische Defizite in ihrer Wirkung beschränkt. Würde sie konsequent angewandt und kontrolliert, müssten Vermieter im Durchschnitt der 44 Großstädte mit Mietpreisbremse ihre Aufschläge bei Neuvermietung um 17 Prozent reduzieren. Damit könnte sie immerhin für viele Mittelschichthaushalte eine spürbare Entlastung bringen. Am wenigsten soziale Wirkung attestieren die Wissenschaftler dem Wohngeld: Es erreicht nur relativ wenige Haushalte, die zudem oft trotzdem noch eine prekär hohe Mietbelastungsquote aufweisen. Zudem hat es keine direkte dämpfende Wirkung auf die Mietentwicklung.

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„Frühe Bildung“ , „Kein Kind zurücklassen“ oder „Präventionsketten“ – Viel Geschwätz: Hartz-IV-Sanktionen treffen auch Kinder

Hartz-IV-Sanktionen machen auch vor Kindern nicht Halt

 

Knapp 46.000 Hartz-IV-Empfängern mit Kindern haben die Jobcenter im Jahr 2017 durchschnittlich jeden Monat die Leistungen gekürzt, darunter über 14.000 Alleinerziehenden. 2.800 Betroffene mit Kindern wurden voll sanktioniert.  

Im Durchschnitt des Jahres 2017 gab es monatlich 45.800 sanktionierte Hartz-IV-Empfänger, die mit Kindern in einem Haushalt lebten, 14.300 von ihnen waren Alleinerziehende. 2.800 aller Betroffenen mit Kindern und 218 der betroffenen Alleinerziehenden wurden vollsanktioniert. Sie erhielten gar keine Zahlungen des Jobcenters mehr. Leben Kinder mit den Sanktionierten in einem Haushalt, sind auch sie von den Kürzungen oder Vollsanktionen betroffen, denn der gesamte Haushalt hat dann unter dem Strich weniger Geld zur Verfügung.

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